Sonnenenergie und Eisspeicher: Würzburger Umweltstationen zeigen, wie Bayerns Energiezukunft geht 30 September 202630 September 2026 Patrick Friedl: „In Würzburg lässt sich die Energiewende sogar besichtigen“ Landtags-Grüne wollen erfolgreiche Energielösungen schneller in ganz Bayern möglich machen Würzburg (18. September 2026) – Strom aus der Sonne, Wärme aus Eis, Wärmepumpe statt Gasheizung: Wie die Energieversorgung der Zukunft schon heute funktionieren kann, zeigen die beiden Würzburger Umweltstationen. Der 2019 eröffnete Neubau der Umweltstation der Stadt Würzburg bedient sich einer außergewöhnlichen Technik. Unter ihrem Parkplatz liegt ein Eisspeicher mit 110 Kubikmetern Wasser. Die darin gewonnene Energie wird an eine Wärmepumpe weitergeleitet, die die Fußbodenheizung im Gebäude betreibt. Eine Photovoltaikanlage ergänzt das System. Auch das Ökohaus des Würzburger BUND Naturschutz lebt seit 1990 vor, wie nachhaltiges Bauen und Energiewende sich kombinieren lassen. Photovoltaikzellen auf dem Dach erzeugen Strom und eine moderne Wärmepumpe hat 2023 die frühere Gasheizung ersetzt. Für Patrick Friedl, Landtagsabgeordneter aus Würzburg, sind dies zwei Beispiele dafür, welche Chancen in heimischer Energie stecken: „Die beiden Würzburger Umweltstationen gehen seit Jahrzehnten mit gutem Beispiel voran. Hier wird tolle Arbeit in der Umweltbildung geleistet und gleichzeitig die Idee der Freiheitsenergien gelebt. Wärme und Strom werden direkt an den Gebäuden erzeugt und genutzt – ganz ohne Öl und Gas. Der Eisspeicher ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, was technisch so alles möglich ist. Das zeigt: Die Energiewende ist in Würzburg längst angekommen und lässt sich sogar besichtigen.“ Daher ermutigt Patrick Friedl alle Interessierten, den Umweltstationen einen Besuch abzustatten und sich selbst ein Bild von den innovativen Lösungen vor Ort zu machen. Die anstehende Woche der Umweltstationen vom 26. September bis 4. Oktober biete die perfekte Gelegenheit, die Umweltstationen und ihre Arbeit besser kennenzulernen und interaktiv zu erleben. Die Landtags-Grünen haben auf ihrer Herbstklausur in Nürnberg unter dem Motto „Raus aus Öl und Gas. Rein in Bayerns Freiheit.“ die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie Bayern mehr Energie selbst erzeugen, speichern und vor Ort nutzen kann. Mit ihrer Bayerischen High-Tech-Energieagenda wollen sie Technologien schneller in die Fläche bringen, die bayerische Unternehmen, Kommunen und Stadtwerke vielerorts bereits einsetzen. Unter anderem wollen die Landtags-Grünen […] Bei Photovoltaik / Solarprojekten:… den Ausbau der Sonnenenergie weiter erleichtern. Sie wenden sich gegen neue Hürden für kleine Photovoltaikanlagen und wollen verlässliche Bedingungen für Menschen und Unternehmen, die selbst Strom erzeugen. Bei Wärmepumpen / Flusswärme / Abwasserwärme / industrieller Abwärme:… Großwärmepumpen schneller bauen. Stadtwerke und regionale Energieversorger sollen bei Planung und Umsetzung mehr Unterstützung bekommen. Genehmigungen sollen einfacher und einheitlicher werden. Patrick Friedl: „Wir müssen gute Ideen nicht erst irgendwo suchen – viele entstehen direkt bei uns in Bayern. Die Würzburger Umweltstationen führen uns seit 36 Jahren vor Augen, wie die Energiewende funktionieren kann. Für genau diese Art von Projekten muss die Staatsregierung den Weg freimachen, damit aus einzelnen Vorreitern bald ganz viele werden.“ Dabei geht es für Patrick Friedl auch um die wirtschaftliche Stärke der Region: „Jede Kilowattstunde, die wir hier erzeugen und nutzen, schafft ein Stück mehr Unabhängigkeit. Und jeder Auftrag für Planung, Bau und Betrieb stärkt das Handwerk, die Unternehmen und die Kommunen vor Ort. Energie aus der Heimat ist deshalb auch Wirtschaftspolitik mit Wertschöpfung für Unterfranken.“ Hintergrund: Die Landtags-Grünen haben auf ihrer Herbstklausur in Nürnberg eine Bayerische High-Tech-Energieagenda vorgestellt. Zu ihren Forderungen gehören unter anderem ein kostenloses Mittagsstromkontingent in Zeiten negativer Börsenstrompreise, Smart Meter in allen bayerischen Haushalten bis 2030, mehr Speicher und intelligente Netze, ein schnellerer Ausbau von Großwärmepumpen und Erdwärme sowie das erste grüne Wasserstoffkraftwerk Deutschlands in Bayern. Das Programm zur Woche der Umweltstationen in Würzburg findet sich hier.