Schriftliche Anfrage: Problematik in Bezug auf die psychotherapeutische Versorgungssituation von Geflüchteten und die Notwendigkeit eines flächendeckenden bayerischen Systems von psychosozialen Zentren für Geflüchtete

In den letzten Jahren hat sich die Problematik in Bezug auf die psychotherapeutische Versorgungssituation von Geflüchteten, auch durch das Fehlen eines flächendeckenden bayerischen Systems, verschärft. Nach Erhebungen leiden fast zwei Drittel aller Geflüchteten in Deutschland an einer psychischen Erkrankung, wovon auch ein erheblicher Anteil mit Traumata zu kämpfen hat. Solche unbehandelten Traumata erschweren es Betroffenen auch, sich hier einzuleben und aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen. Die zwei existierenden psychosozialen Zentren in Bayern beklagen immer wieder, dass sie den hohen Bedarf nicht decken können. Trotz der Beteuerung von Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann im Jahr 2019, dass das Angebot für Traumatisierte weiter ausgebaut werden soll (Süddeutsche Zeitung – SZ vom 04.10.2019 „Streitgespräch: Verfolgt von den Erinnerungen“) fällt die Bilanz bislang ernüchternd aus.

Verschärft wird die ganze Problematik nun durch die über 100 000 Geflüchteten aus der Ukraine, die in Bayern erwartet werden und von denen viele Frauen und Kinder immensen psychologischen Belastungen und Traumata durch den Krieg ausgesetzt sind. Vor diesem Hintergrund und den steigenden Zahlen von Geflüchteten in den vergangenen Wochen und Monaten befragten Volkmar Halbleib (SPD) und ich die Staatsregierung.

Hier können Sie die Schriftliche Anfrage lesen.