Lebendiger Campus in ehemaliger Kaserne

Foto: Lara Fee Pache – TH Aschaffenburg

Grüne Hochschulbautour zu Gast an der Technischen Hochschule Aschaffenburg

Nach dem Abzug der US-Truppen standen in Aschaffenburg deren Kasernen leer – und der Freistaat ergriff 1995 die Chance, und baute dort die Technische Hochschule Aschaffenburg auf. Ein Glücksgriff fürs Land und die Stadt Aschaffenburg: An der Hochschule studieren inzwischen über 4400 Studierende, Tendenz: weiter steigend. Vom Neubau bis zu den historischen Gebäuden, dem alten Kasernenbestand ist ein lebendiger Campus entstanden, der sich stetig weiterentwickelt.

Im Rahmen der Hochschulbautour der Grünen Landtagsfraktion besuchten Verena Osgyan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin, und der für die Region zuständige Abgeordnete Patrick Friedl aus Würzburg am 25. September die Technische Hochschule Aschaffenburg. Ziel des Termins: ein direkter Eindruck von der Bausituation vor Ort. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit der Präsidentin der Hochschule, Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, dem Vizepräsidenten Prof. Dr.-Ing. Jens Elsebach, dem Vizepräsidenten Prof. Dr. Ivo Schäfer und der Kanzlerin Dr. Heide Klug. Eine Campustour rundete den Besuch ab und vermittelte einen umfassenden Einblick.

„Die Technische Hochschule Aschaffenburg zeigt, wie auch kleinere Hochschulstandorte ein klares Profil entwickeln und länderübergreifend Strahlkraft entfalten können: Mit einer engen Verzahnung mit dem lokalen Mittelstand, Forschung zu den aktuellsten Themen unserer Zeit und einem attraktiven Studienangebot“, so Verena Osgyan.

Im Juni 2026 wurden am Campus zwei neue Gebäude, die bereits im Herbst 2025 in Betrieb genommen werden konnten, offiziell eröffnet – denn auf Grund der gestiegenen Studierendenzahlen ist auch der Raumbedarf massiv gestiegen. Doch auch jetzt besteht weiter Bedarf an neuen Gebäuden, die Planungen zu neuen Hörsaal- und Laborräumen ist bereits beschlossen. Daher wurde im Austausch auch darüber gesprochen, wie lange Bauverfahren eine Herausforderung für die Hochschule sind.

Ursula Sowa ergänzt: „Hochschulen sind oftmals darauf angewiesen, sich schnell weiterentwickeln zu können, um sich neuen Gegebenheiten anzupassen. Doch Bauprojekte dauern oftmals viele Jahre – hier müssen wir als Politik gute Rahmenbedingungen schaffen, um die Zeit von der Planung bis zur Fertigstellung zu verkürzen. Die staatlichen Bauämter brauchen ausreichend Ressourcen, um Projekte gemeinsam mit den Hochschulen zügig umzusetzen.“ Ein weiteres Highlight des Besuchs war ein gemeinsamer Austausch mit der Hochschulleitung und der Studierendenvertretung und studentischen Mitgliedern des Konvents. Dabei wurde hervorgehoben, dass die Studierenden die neuen Flächen für gemeinsames Lernen besonders schätzen.

Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth: „Ich freue mich, dass die Hochschulleitung der TH Aschaffenburg im Rahmen der Hochschulbautour die Möglichkeit hatte, mit den Landtagsabgeordneten in einen Austausch über aktuelle Fragen der baulichen Entwicklung von Hochschulen zu gehen. Der Besuch bot eine gute Gelegenheit, unseren Campus, die neu geschaffenen Flächen und vor allem auch die Perspektive unserer Studierenden zu zeigen.“

„Der Austausch hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig die Hochschule als sozialer Ort ist“, so Patrick Friedl. „An Hochschulen geht es neben der Wissensvermittlung, ganz besonders auch um die Begegnung. Dafür braucht es die passenden Räumlichkeiten. Dabei sind künftig noch intensiver die gestiegenen Anforderungen an den Hitzeschutz mitzudenken, damit Studierende und Mitarbeitende sich auch in extremen Hitzewellen gut und ohne Überhitzungsrisiken an der Hochschule aufhalten und arbeiten können.

Foto: Lara Fee Pache – TH Aschaffenburg