Praktikant*innen

Florian Schuster

1. Stell dich bitte kurz vor.

Hi, ich heiße Florian Schuster und bin 27 Jahre alt.

Aufgewachsen bin ich im ländlichen Oberbayern/Allgäu auf einem landwirtschaftlichen Betrieb (Milchkühe), bei dem ich bis heute noch teilweise mitarbeite, wenn meine Hilfe gebraucht wird.

Nach meinem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung zum Mechatroniker in einem Maschinenbau-Unternehmen gemacht.

Aktuell studiere Soziologie und Politikwissenschaften im Bachelor an der Universität Augsburg.

2. Wann und wie lange hast Du Dein Praktikum bei Patrick gemacht?

Im Zeitraum vom 01.07.2024 bis zum 11.08.2024 habe ich ein insgesamt 6-wöchiges Praktikum in Patricks Landtagsbüro in München absolviert.

Dabei habe ich sowohl vor Ort im Büro als auch von zuhause aus (Homeoffice) gearbeitet.

Somit konnte ich zum einen die Arbeit im Büro und im Landtag kennenlernen, aber konnte mir andererseits an den Homeoffice-Tagen das Pendeln nach München ersparen.

3. Welche Aufgaben haben Dir besonders gefallen?

Zum einen fand ich es sehr interessant, die parlamentarische Arbeit sowohl innerhalb der Grünen-Fraktion (Umweltteam, Arbeitskreis Ökologie und Ökonomie, Fraktionssitzungen) als auch in den offiziellen Sitzungen des Landtags (Plenum, Umweltausschuss, Gesundheitsausschuss) zu verfolgen.

Zum anderen durfte ich im Büro an vielen spannenden Arbeiten mithelfen bzw. auch oft vieles selbstständig erarbeiten. Dabei durfte ich zum Beispiel an der Erstellung eines Dringlichkeitsantrages über die Gefahren von Hitze mitwirken. Zudem war ich an den Auswertungen von mehreren Anfragen an die Staatsregierung beteiligt, was ich besonders interessant fand.

Besonders hat es mir auch gefallen, Patrick für eine Woche in Würzburg bei seiner Wahlkreisarbeit zu begleiten.

4. Was war Dein Highlight im Praktikum bzw. was ist die besonders in Erinnerung geblieben?

Ein Highlight des Praktikums war definitiv der Umweltempfang im Steinernen Saal im Landtag. Dabei sind über 200 ehrenamtliche Naturschützer angereist und haben sich untereinander und mit den Grünen Landtagsabgeordneten vernetzt.

Besonders schön war auch, dass ich an der Preisverleihung des Bayrischen Biodiversitätspreises teilnehmen durfte. Dabei wurden insgesamt 5 Projekte im Bereich Streuobstwiesen in dem besonderen Ambiente einer Schlossanlage ausgezeichnet.

5. Was von dem, was Du während Deines Praktikums gelernt hast, ist Dir heute noch wichtig/wertvoll?

Die Abläufe der parlamentarischen Arbeit kennenzulernen, war eine super Erfahrung für mich, um die praktische Politik insgesamt besser zu verstehen.

Ich fand es auch super, dass es trotz der vielen Arbeit und oft auch stressigen Tagen ein insgesamt lockerer Umgangston und eine gute Stimmung zwischen den Abgeordnet*innen und Mitarbeiter*innen der Fraktion herrscht und man mich als Praktikant stets auf Augenhöhe behandelt hat.


Theresa Mühleck

  1. Stell dich bitte kurz vor.

Ich bin Theresa, komme ursprünglich aus der Nähe von Rothenburg ob der Tauber und bin zu Beginn meines Studiums nach Würzburg gezogen. Aktuell studiere ich Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung im Master an der Julius-Maximilians Universität.

2. Wann und wie lange hast Du Dein Praktikum bei Patrick gemacht?

Das Praktikum bei Patrick habe ich aber schon während meines Bachelorstudiums Political and Social Studies gemacht. Im Frühjahr 2019 war ich für insgesamt sechs Wochen im Würzburger Wahlkreisbüro als Patricks (erste!) Praktikantin.

3. Welche Aufgaben haben Dir besonders gefallen?

Während meines Praktikums war ich hauptsächlich in Würzburg und begleitete Patrick zu Terminen oder lernte den Alltag im Wahlkreisbüro kennen. Zu meinen Aufgaben gehörten beispielsweise Rechercheaufträge und das Verfassen von Protokollen zu Terminen. Besonders viel Spaß hat es gemacht, mir zu überlegen, wie man den Gesetzgebungsprozess in der EU für Schüler*innen verständlich aufbereiten kann. Für den EU-Projekttag an verschiedenen Würzburger Schulen hatte ich nämlich den Auftrag bekommen, eine Präsentation zu dem Thema zu erstellen.

Natürlich wollte ich auch unbedingt die Arbeit im Landtag kennenlernen. Von meinem Praktikum habe ich insgesamt zwei Wochen in München verbracht. Hier hatte ich unter anderem die Möglichkeit, Patrick zu Fraktionssitzungen und in den Ausschuss Umwelt und Verbraucherschutz zu begleiten, außerdem konnte ich die Plenarsitzungen von der Tribüne aus miterleben. Beeindruckt hat mich während der Tage in München, wie viele Überlegungen und Diskussionen hinter jedem Vorschlag stehen und wieviel mehr Arbeit hinter den Kulissen abläuft, als das was dann schlussendlich im Plenum sichtbar ist. Neben den Terminen im Landtag habe ich auch den Alltag im Landtagsbüro kennengelernt und durfte unter anderem bei der Vorbereitung einer Anfrage zum Plenum dabei sein.

4. Was war Dein Highlight im Praktikum bzw. was ist die besonders in Erinnerung geblieben?

Am spannendsten war es für mich während meiner Praktikumszeit, Patrick zu den unterschiedlichsten Terminen in Würzburg und in der Region zu begleiten. Ein Termin, der mir dabei besonders im Gedächtnis geblieben ist, war ein Treffen im Steigerwald mit sowohl Vertretern der Bayerischen Staatsforsten als auch einer Gruppe von Befürwortern eines Nationalparks. Während des Termins wurde lebhaft aber mit großem Respekt vor der Meinung des anderen diskutiert. Direkt mitzuerleben, wie die verschiedenen Parteien ihre jeweilige Position begründeten und die Gegenposition sachlich kritisierten, war eine wirklich aufschlussreiche Erfahrung.

5. Was von dem, was Du während Deines Praktikums gelernt hast, ist Dir heute noch wichtig/wertvoll?

Als wichtigste Erfahrung aus dem Praktikum bei Patrick habe ich für mich mitgenommen, dass politische Arbeit weit mehr ist als nur die parlamentarischen Aufgaben. Dadurch, dass ich Patrick zu so vielen Terminen begleiten durfte, habe ich miterlebt, wie vielfältig die Themen vor Ort sind und wie wichtig es ist, dass der jeweilige Abgeordnete auch tatsächlich für die Interessen der Menschen in seinem Wahlkreis da ist. Durch das Praktikum habe ich Würzburg viel besser kennengelernt und habe seitdem viel mehr Bezug zu Würzburger Themen. Ich habe gemerkt, wieviel Spaß es mir macht, in einer Stadt nicht nur zu leben, sondern zu wissen, welche Fragen diskutiert werden, welche Entscheidungen anstehen und welche Ideen es für die Zukunft gibt.

6. Was machst Du heute?

Zu den tollen Erfahrungen, die ich im Praktikum bei Patrick machen durfte, sind in der Zwischenzeit noch ganz viele dazu gekommen – seit Herbst 2019 bin ich nämlich als Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro Teil des Teams. Hier unterstütze ich Patrick bei der Koordination seiner Termine und der Bearbeitung von Anfragen, erledige Rechercheaufgaben und bin immer wieder bei spannenden Terminen dabei. Durch die Auseinandersetzung mit grünen Themen stand für mich dann auch bald fest, dass ich mich beruflich in eine ähnliche Richtung orientieren möchte. Als 2021 in Würzburg der Masterstudiengang Sozialwissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung neu gegründet wurde, entschied ich mich deshalb dafür, mich auch in meinem Studium auf das Thema der Nachhaltigkeit zu fokussieren.


Tom Oettinger

Ich bin Tom, bin 17 Jahre alt und wohne in Frankfurt am Main. Aktuell gehe ich in die 12. Klasse (Q1) und meine Leistungskurse sind PoWi (Politik und Wirtschaft) sowie Chemie.

Letztes Schuljahr habe ich ein zweiwöchiges Praktikum bei Patrick Friedl gemacht. Dieses fand in einem schulischen Kontext statt, da dies mein 2. Pflichtpraktikum an meiner Schule war. Obwohl das Praktikum von der Schule bedauerlicherweise recht kurz angesetzt war, konnte ich einiges mitnehmen.

Dabei war der Hauptinhalt bei meinem Praktikum (auch der kurzen Dauer geschuldet) mehr eine Art genereller Einblick in den Alltag und die Arbeit eines Abgeordneten und seiner Mitarbeiter*innen, als eine konkrete Einarbeitung in einem bestimmten Bereich. Von den Aufgaben, die ich erledigen durfte, hat mir besonders die Recherche nach Statistiken für einen Info-Flyer mit Peter, einem anderen Praktikanten, gefallen.

Als Highlights während des Praktikums würde ich den Einblick in die verschiedenen Gremien nennen. Dazu zählen sowohl parteiinterne als auch der Umweltausschuss des bayerischen Landtags, sowie die Plenarsitzung desselben. Wenngleich es bei den beiden letzteren teilweise Beiträge (hauptsächlich aus den Reihen der AfD) gab, die schwer zu ertragen war, so fand ich es spannend, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gremien zu sehen. So durfte ich dabei sein, als im AK der Fraktion die An- und Beiträge der kommenden Sitzung des Umweltausschusses besprochen wurden und konnte dann später die konkrete Umsetzung des Besprochenen in die Tat ansehen, als ich die Ausschusssitzung mitverfolgt habe. Des Weiteren fand ich die Debatte zur Einführung von Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen in der Würzburger Stadtverordnetenversammlung sehr spannend, da hierzu verschiedene Seiten eingeladen und angehört wurden.

Jetzt, ein knappes Jahr nach dem Praktikum, würde ich sagen, dass die Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe, aufgrund der Kürze und Art des Praktikums weniger aus praktischen Fachkenntnissen bestehen, sondern mehr aus einem generellen, tiefen und interessanten Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten. Zusätzlich habe ich eine Grundeinstellung mitgenommen: Nämlich finde ich es jetzt wichtig, mich den wichtigen Dingen zu widmen und meine Kraft darauf zu verwenden. So tat es auch Patrick, als die AfD in schwachsinnigen Beiträgen über klimaverändernde Auswirkungen von Windkraftanlagen schwurbelte. Denn in diesem Fall sollte man seine Energie nicht auf das ausführliche Widerlegen dieser Beiträge verwenden und sich darüber aufregen, da die AfD dann ihr Ziel, nämlich die Sabotage der parlamentarischen Arbeit, erreichen würde. Trotzdem habe ich mir zum Vorsatz gemacht, was mir Patrick und Josef auf meinen schulischen Feedbackbogen geschrieben haben: Ich solle politisch mehr die Ellbogen ausfahren, wenn es darauf ankommt.

Aktuell, ca. ein Jahr vor dem Beginn meiner Abiturprüfungen, betätige ich mich auf verschiedene Weisen politisch. So engagiere ich mich in der SV meiner Schule und sitze im Stadtschüler*innenrat der Stadt Frankfurt. Darüber hinaus (ja, es klingt zugegebenermaßen etwas klischeehaft) bin ich vor Kurzem bei den Grünen eingetreten. Mit diesem Gedanken habe ich schon länger gespielt und infolge meiner Reflexion über das Praktikum habe ich mir den Ratschlag zu Herzen genommen und mir gesagt: Jetzt ist die Zeit, Flagge zu zeigen und „politisch die Ellbogen auszufahren“.


Frieda

Während meines sechswöchigen Praktikums bei Patrick Friedl lernte ich den Alltag eines Landtagsabgeordneten in all seinen Facetten kennen. Langeweile, Fehlanzeige: Jeder Tag brachte neue Erlebnisse hervor, spannende Einblicke in die teils undurchsichtige Welt der bayerischen Landespolitik. Für Veranstaltungen reisten wir durch ganz Bayern, unter anderem auf Wassertour mit weiteren Landtagsmitgliedern der grünen Fraktion. In Unnersdorf besuchten wir einen Gasthof, der 2024 von einer Sturzflut stark beschädigt und wieder aufgebaut wurde. In Roth waren wir auf einer Podiumsdiskussion zum drohenden Neubau eines Logistikzentrums, der die Erde an einer entscheidenden Stelle der
Grundwasserversickerung versiegeln würde. In Nürnberg trafen wir den Leiter des Wasserwirtschaftsamtes und besichtigten stadtgestalterische Flusszugänge an der Pegnitz. Dabei thematisch immer präsent: sinkende Grundwasserpegel und zunehmende Starkregenereignisse – sowie Wege, damit umzugehen.
Besonders fasziniert haben mich die Plenartage in München, also jene Tage, an denen der Landtag voller Abgeordneter und voller Leben war, wie ein riesiger Abenteuerspielplatz: Bei Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und im Plenum konnte ich als Praktikantin dabei sein und Landespolitik live miterleben. Auch außerhalb des Maximilianeums sammelte ich wertvolle Erfahrungen: bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitssicherheit in Zeiten von künstlicher Intelligenz, am Parlamentarischen Abend des Bayerischen Brauerbunds, beim Greenpeace-Herbstfest und zahlreichen weiteren spannenden Veranstaltungen und Diskussionen.
Zwischen Ortsterminen und Sitzungstagen in Würzburg und München erwies sich die Landtagsarbeit hinter den Kulissen als gleichermaßen interessant: Abstimmungen mit Friedls Büroteam, Veranstaltungsmanagement, Einblicke in inhaltliche Besprechungen und Fraktionsarbeit waren nicht weniger zeitintensiv als der öffentlichkeitswirksame Teil. Wie formuliere ich eine Schriftliche Anfrage möglichst präzise? Wie werden Positionen in der Fraktion gesetzt, wie in den Diskurs eingebracht? Es bedurfte tagelanger Arbeit und Hintergrundrecherche, eine Schriftliche Anfrage an die Staatsregierung zum Thema Auenrenaturierung zu formulieren – das hätte ich früher wohl unterschätzt. Auch inhaltlich konnte ich im Praktikum eine Menge lernen. Im Rahmen meiner Mitarbeit am Infopapier Starkregen und Sturzfluten in den ersten zwei Praktikumswochen beschäftigte ich mich intensiv mit Klimaanpassungsstrategien. Mir wurde bewusst, weshalb natürlicher Hochwasserschutz mit dem Ausbau von Schwammlandschaften, der Renaturierung von Auen und Mooren sowie der Schaffung von Retentionsflächen so viel effektiver ist als technischer Hochwasserschutz. Und warum wir dringend Flächen entsiegeln müssen. Ein persönliches Highlight war der Umweltempfang in München gegen Ende meines Praktikums. Rund 230 Gäste waren anwesend, organisiert wurde das Fraktionsevent von den drei grünen Mitgliedern des Umwelt- und Verbraucherschutzausschusses Patrick Friedl, Christian Hierneis und Laura Weber. Als Praktikantin war ich tatkräftig eingebunden, ob bei den Planungen im Voraus, Auf- und Abbau sowie der medialen Verwertung des Abends für Social Media. Dafür drehten meine Mitpraktikantin und ich kurze Videos mit Harald Lesch und Steffi Lemke, die als Redner:innen eingeladen waren.
Das Praktikum machte mir die schwer begreifbare Welt der bayerischen Landespolitik nahbar. Ich fühlte mich von Patrick Friedl und seinen Mitarbeitenden stets bestens betreut, passend in Arbeitsabläufe eingebunden und in meinen Beiträgen und Feedback vollwertig ernst genommen. Ich bin sehr dankbar für all die Leute, die ich treffen konnte, und all die Erfahrungen, die ich machen durfte. Sie ermutigten mich allemal, mich selber politisch mehr zu engagieren und klimapolitische Themen wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.