Patrick Friedl

Grüner Stadtrat Würzburg

Presse

Patrick Friedl Foto: T. Müller

Zwei Wahlen, zwei Reinfälle für Patrick Friedl von den Grünen: Erst verpasste er knapp den Einzug in den Landtag. Dann verlor er seine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Hans-Josef Fell, weil der nicht mehr in den Bundestag gewählt wurde. So schwer haben die Wähler Friedl gebeutelt, dass man meinen möchte, er könne vor Kummer nicht aus den Augen schauen.

Friedl aber sagt: „Mir geht's gut.“ Er räumt zwar ein, dass die elf Jahre bei Fell „eine richtig gute Zeit“ gewesen seien, und dass er gerne „landespolitisch Einfluss genommen“ hätte. „Das eine geht zu Ende, das andere hat nicht geklappt“, er bedaure das durchaus. Sein Leben sei allerdings mehr „als diese Form von Politik“. Nicht jeder, der eine Niederlage erlebe, müsse deswegen am Boden liegen.

So spricht er, sagt, nicht die Politik, sondern Familie und Freunde seien das Zentrum seines Lebens, schaut ganz entspannt dabei. Vor zehn Jahren, als er, 33 Jahre alt, für den Landtag kandidierte, habe er vom Leben als MdL geträumt. Inzwischen wisse er, dass die Arbeit als Abgeordneter auch anstrengend und fordernd sei. Geträumt habe er nicht mehr von einem Politikerleben, sondern von den Möglichkeiten, grüne Ideen durchzusetzen.

Das könne er auch als Mitglied des Stadtrates. Die Chance, dass er 2014 wieder ins Rathaus gewählt wird, ist groß; Friedl kandidiert auf Platz 4 der Grünen-Liste. Dass er mit Fells Mandatsverlust seine Haupteinnahmequelle verliert, quält ihn augenscheinlich nicht. Zum einen arbeitet Friedl seit Jahren schon in Teilzeit als Ehe-, Familien- und Lebensberater im Evangelischen Beratungszentrum. Zum anderen wird seine Frau, Psychotherapeutin von Beruf, künftig mehr zum Familieneinkommen beitragen als bisher. Und Friedl berichtet, er werde sich künftig mehr ums dritte Familienmitglied, die kleine Tochter, kümmern, und um den Haushalt. Er sagt, das Kind erde ihn. Wenn er mit ihr „auf dem Boden sitzt und spielt, ist alles andere weg“.

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Jubel hier, Enttäuschung dort: Dienstagnachmittag war's, als von den Namen der 180 Landtagsabgeordneten wenigstens die 20 Frauen und Männer feststanden, die Unterfranken künftig im Maximilianeum vertreten. [...]

Bei den Grünen setzte sich neben Spitzenkandidatin Kerstin Celina erneut Thomas Mütze durch. Der Verkehrsexperte vom Untermain lag am Ende klar vor dem Würzburger Patrick Friedl. „Es ist tragisch, dass wir keinen dritten Sitz bekommen haben“, ärgerte sich Celina. Mit Friedl verpasse der Mann den Landtag, der den Grünen das zweitbeste Erststimmen-Ergebnis (16,07 Prozent) in ganz Bayern beschert hat. [...]

Aus für prominente Grüne

Bei der Landtagswahl in Bayern wurden manche prominente Grüne nicht wiedergewählt. Der Fraktionsvorsitzende Martin Runge verpasste den Sprung in den Landtag, auch Innenexpertin Susanna Tausendfreund scheiterte. Landesparteichefin Theresa Schopper hat den Wiedereinzug ins Maximilianeum ebenso verpasst wie der Landesbank-Experte Eike Hallitzky. [...]

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Am Dienstag kurz vor halb zwei Uhr war alle Ungewissheit beseitigt. Mit Bekanntgabe des letzten unterfränkischen Stimmbezirkes (Aschaffenburg-Ost) bei der Landeswahlleitung war das Landtagsmandat für Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD) besiegelt. Er wurde von Listenplatz sieben auf Platz zwei hinter Haushaltsexperte Volkmar Halbleib (Ochsenfurt) nach vorne gewählt.

Für Würzburgs Grünen-Chef Patrick Friedl hat es dagegen nicht ganz gereicht. Er schaffte Platz drei auf der unterfränkischen Liste der Grünen, die wieder zwei mit zwei Abgeordneten (Kerstin Celina, Thomas Mütze) im Maximilianeum vertreten sind. [...]

Oberbürgermeister Georg Rosenthal hat es bei der Wahl am Sonntag gepackt: Über die unterfränkische SPD-Liste zieht er in den Landtag ein. Damit sind mit ihm, dem Stimmkreis-Sieger Oliver Jörg und Landtagspräsidentin Barbara Stamm (beide CSU) wieder drei Würzburger im Maximilianeum vertreten. Offiziell ist dieses Ergebnis noch nicht. Doch die vorliegenden Resultate sahen Rosenthal am Montag klar im Landtag. [...]

Für Grünen-Direktkandidat Patrick Friedl hat es auch diesmal nicht ganz für den Einzug in den Landtag gereicht – und dies, obwohl er trotz starker Konkurrenz eines Landtagsabgeordneten (Jörg), eines amtierenden Oberbürgermeisters (Rosenthal) und eines ehemaligen OB (Weber) mit gut 16 Prozent ein beachtliches Erststimmen-Ergebnis in Würzburg eingefahren hat. Kaufen kann er sich davon nichts. Die Stadt bleibt zwar in Bayern eine grüne Hochburg. Und doch konnte Friedl auf der Unterfranken-Liste den Aschaffenburger Abgeordneten Thomas Mütze aller Voraussicht nach nicht vom zweiten Platz verdrängen.

Vor der Wahl hatten die Grünen auf drei Mandate gehofft – 10,7 Prozent hätten sie dafür in Unterfranken erreichen müssen. Die Zweistelligkeit haben sie im Bezirk wie in ganz Bayern verpasst. Friedls Manko: Er wird in Würzburg stark und auch in anderen Parteien sehr positiv wahrgenommen. In der Region aber ist er zu wenig bekannt.

Aus seiner Enttäuschung machte Würzburgs Grünen–Vorsitzender am Montag keinen Hehl. „Ich habe mich lange und gut auf die Landespolitik vorbereitet und hätte mich dort sehr gerne eingebracht.“ Die Wahl sieht er als verpasste Chance. Nun aber gehe es nahtlos weiter Richtung Bundestagswahl. Am Freitag um 14 Uhr kommt Grünen-Chefin Claudia Roth nach Würzburg auf den unteren Markt. [...]

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Riesenjubel bei der CSU, gemischte Gefühle bei SPD und Grünen, Katerstimmung bei FDP und Freien Wählern: Der Wahlabend hatte am Sonntag in Würzburg alle Stimmungslagen zu bieten. Das Direktmandat für den Landtag holte sich mit 39,4 Prozent der Erststimmen erneut der CSU-Abgeordnete Oliver Jörg. Das ist zwar leicht weniger als bei seiner ersten Wahl 2008 (40,5 Prozent). Aber er hatte sich gegen starke Konkurrenz zu behaupten – Oberbürgermeister Georg Rosenthal (SPD), Alt-OB Jürgen Weber (Freie Wähler) und Patrick Friedl für die Grünen.

Letztere konnten – anders als im Freistaat – in Würzburg sogar noch leicht dazugewinnen. [...]

Würzburgs Grüne erlebten einen durchwachsenen Wahlabend. Zunächst stand den Kandidaten und Anhängern bei der Wahlfete im Felix-Fechenbach-Haus der Schrecken ins Gesicht geschrieben: Eine absolute Mehrheit in dieser Deutlichkeit für die CSU – das hatten sie nicht erwartet. Dazu noch das bayernweite Minus für die Grünen. So wird man nicht mehr als zwei Abgeordnete aus Unterfranken in den Landtag bringen. Neben der Listenersten Kerstin Celina (Kürnach) wuchsen im Laufe des Abends wieder die Hoffnungen von Würzburgs Grünen-Chef Patrick Friedl. Er fuhr mit 16,07 Prozent ein beachtliches Erststimmen-Ergebnis ein, das ihn auch auf der Liste nach vorne bugsieren könnte. [...]

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