{"id":5031,"date":"2026-09-01T14:40:47","date_gmt":"2026-09-01T13:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/?p=5031"},"modified":"2026-09-14T14:42:21","modified_gmt":"2026-09-14T13:42:21","slug":"gruene-wollen-zeller-quellen-schuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/2026\/09\/01\/gruene-wollen-zeller-quellen-schuetzen\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne wollen Zeller Quellen sch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eNicht kalkulierbare Risiken schlie\u00dfen Genehmigung f\u00fcr Gipsbergwerk aus\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00fcrzburg\/Altertheim. Das geplante Gipsbergwerk bei Altertheim w\u00fcrde unmittelbar im Einzugsgebiet der Zeller Quellen entstehen \u2013 einer der wichtigsten Trinkwasserressourcen f\u00fcr die Stadt W\u00fcrzburg und die Region. F\u00fcr B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen steht deshalb fest: Der Schutz des Trinkwassers muss oberste Priorit\u00e4t haben. Solange nicht zweifelsfrei nachgewiesen ist, dass das Bergwerk die Zeller Quellen dauerhaft und sicher nicht beeintr\u00e4chtigt, darf das Vorhaben keine Genehmigung erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Niklas Wagener, der Kreisvorsitzenden Jessica Hecht und Stadtr\u00e4tin Christa Grosch informierte sich der W\u00fcrzburger Landtagsabgeordnete Patrick Friedl zun\u00e4chst bei der Trinkwasserversorgung W\u00fcrzburg \u00fcber die Bedeutung der Zeller Quellen. Anschlie\u00dfend fand ein intensiver Austausch mit der B\u00fcrgerinitiative in Altertheim statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSauberes Trinkwasser ist keine beliebige Ressource, sondern Teil unserer \u00f6ffentlichen Daseinsvorsorge und Grundlage allen Lebens. Die Zeller Quellen versorgen seit Jahrhunderten zuverl\u00e4ssig Menschen in unserer Region. Dieses Naturgut d\u00fcrfen wir keinem Risiko aussetzen, das nicht kalkulierbar ist\u201c, erkl\u00e4rt Jessica Hecht, Kreisvorsitzende und Kreisr\u00e4tin der Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Besuch bei der Wasserversorgung machte deutlich, welche zentrale Rolle die Zeller Quellen f\u00fcr die Region spielen. Gleichzeitig nehmen die Herausforderungen durch die Klimakrise zu: l\u00e4ngere Trockenzeiten, h\u00e4ufigere Hitzeperioden und sinkende Grundwasserst\u00e4nde erh\u00f6hen den Wert jeder einzelnen Trinkwasserquelle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beim Austausch wurde aus Sicht der Gr\u00fcnen zudem deutlich, wie angespannt die Situation der Wasserversorgung in W\u00fcrzburg bereits heute ist. Die vorhandenen Ressourcen werden zunehmend st\u00e4rker beansprucht. Waldbr\u00e4nde und D\u00fcrren zeigen immer deutlicher, wie wichtig eine verl\u00e4ssliche Wasserversorgung ist. Zus\u00e4tzliche Risiken f\u00fcr bestehende Trinkwasserquellen d\u00fcrften deshalb nicht eingegangen werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGerade weil Wasser k\u00fcnftig noch kostbarer wird, m\u00fcssen wir besonders sorgsam mit unseren Ressourcen umgehen. Wer heute Risiken f\u00fcr die Trinkwasserversorgung eingeht, handelt gegen die Interessen kommender Generationen.&nbsp;<strong>Der Besuch hat uns sehr deutlich gemacht, wie wichtig die Zeller Quellen f\u00fcr die Wasserversorgung W\u00fcrzburgs sind und wie wenig Spielraum bereits heute besteht. Umso weniger d\u00fcrfen wir riskieren, dass die Zeller Quellen durch den Gipsabbau beeintr\u00e4chtigt werden<\/strong>\u201c, so der Bundestagsabgeordnete Niklas Wagener.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Auffassung der Gr\u00fcnen und der B\u00fcrgerinitiative bestehen weiterhin erhebliche fachliche Unsicherheiten. Dieter Kraus-Egbers: \u201eDie geologischen Verh\u00e4ltnisse sind komplex, die Zahl der Erkundungsbohrungen ist angesichts der Gr\u00f6\u00dfe des Vorhabens deutlich zu gering und auch die Schutzwirkung der Deckschichten kann so nicht beurteilt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIm Genehmigungsrecht gilt ein einfacher Grundsatz: Nicht die \u00d6ffentlichkeit muss beweisen, dass Gefahren entstehen. Der Vorhabentr\u00e4ger muss nachweisen, dass erhebliche Beeintr\u00e4chtigungen sicher ausgeschlossen werden k\u00f6nnen. Gerade bei einer Trinkwassergewinnung m\u00fcssen dabei h\u00f6chste Anforderungen gelten\u201c, so Patrick Friedl, Landtagsabgeordneter und Sprecher f\u00fcr Naturschutz und Klimaanpassung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDer Schutz unseres Trinkwassers hat Verfassungsrang. Wo Risiken nicht sicher ausgeschlossen werden k\u00f6nnen, darf ein solches Vorhaben nicht genehmigt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht der Gr\u00fcnen bleibt zudem offen, wie sich die Eingriffe in den Untergrund \u00fcber sehr lange Zeitr\u00e4ume auswirken k\u00f6nnen. Ein Bergwerk ver\u00e4ndert geologische Strukturen dauerhaft \u2013 weit \u00fcber die eigentliche Betriebszeit hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zugleich verweist Wagener darauf, dass inzwischen an Alternativen zu konventionellen Baustoffen gearbeitet wird. Bei einem Besuch in Potsdam informierte er sich \u00fcber Ans\u00e4tze, bei denen Rohstoffe aus wiedervern\u00e4ssten Mooren, etwa Schilf und Rohrkolben, f\u00fcr die Herstellung von Bauplatten genutzt werden. Solche Entwicklungen zeigten, dass k\u00fcnftig st\u00e4rker auf nachwachsende und klimaschonende Rohstoffe gesetzt werden k\u00f6nne.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sprechen hier nicht \u00fcber einen Eingriff f\u00fcr wenige Jahre. Die Auswirkungen k\u00f6nnen Generationen betreffen. Deshalb muss der Ma\u00dfstab lauten: Im Zweifel f\u00fcr den Schutz des Trinkwassers \u2013 nicht f\u00fcr ein wirtschaftliches Einzelinteresse\u201c, so Jessica Hecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritisch sehen die Gr\u00fcnen au\u00dferdem den bisherigen Verlauf des Verfahrens. Entscheidungen mit einer solchen Tragweite m\u00fcssten transparent, nachvollziehbar und unter fr\u00fchzeitiger Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niklas Wagener: \u201eVertrauen entsteht durch Offenheit. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger haben Anspruch darauf, dass alle relevanten Informationen auf dem Tisch liegen und fachliche Einw\u00e4nde sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden. Gerade bei einem Vorhaben dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung ist Transparenz unverzichtbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Gr\u00fcnen ist der Schutz der Zeller Quellen eine umweltpolitische wie auch eine gesellschaftliche Verantwortung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas Vorsorgeprinzip geh\u00f6rt zu den tragenden Grunds\u00e4tzen unseres Umweltrechts. Wenn erhebliche Restrisiken f\u00fcr eine der wichtigsten Trinkwasserquellen der Region nicht verl\u00e4sslich ausgeschlossen werden k\u00f6nnen, fehlt aus unserer Sicht die Grundlage f\u00fcr eine Genehmigung. Die Zeller Quellen sind unbezahlbar. Sie zu sch\u00fctzen, ist unsere Verantwortung gegen\u00fcber den Menschen heute und gegen\u00fcber den Generationen, die nach uns kommen\u201c, fasst Patrick Friedl zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcnen in Stadt und Landkreis W\u00fcrzburg fordern die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden deshalb auf, den Schutz der Trinkwasserversorgung zum entscheidenden Ma\u00dfstab des Genehmigungsverfahrens zu machen. Bei nicht ausr\u00e4umbaren Restrisiken muss das Vorsorgeprinzip gelten \u2013 und die Genehmigung f\u00fcr das geplante Gipsbergwerk versagt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNicht kalkulierbare Risiken schlie\u00dfen Genehmigung f\u00fcr Gipsbergwerk aus\u201c W\u00fcrzburg\/Altertheim. 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