{"id":1544,"date":"2025-04-29T08:43:34","date_gmt":"2025-04-29T07:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/?p=1544"},"modified":"2025-04-29T09:53:25","modified_gmt":"2025-04-29T08:53:25","slug":"trinkwasser-schuetzen-statt-riskieren-kein-gipsabbau-unter-den-zeller-quellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/2025\/04\/29\/trinkwasser-schuetzen-statt-riskieren-kein-gipsabbau-unter-den-zeller-quellen\/","title":{"rendered":"Trinkwasser sch\u00fctzen statt riskieren \u2013 Kein Gipsabbau unter den Zeller Quellen!"},"content":{"rendered":"\n<p>Zum verbesserten Trinkwasserschutz steht das Wasserschutzgebiet \u201eZeller Quellen\u201c zur Erweiterung von 7 auf \u00fcber 66 Quadratkilometer an. Es w\u00e4re damit Bayerns zweitgr\u00f6\u00dftes Wasserschutzgebiet. Trotzdem m\u00f6chte die Firma Knauf Bayerns gr\u00f6\u00dftes Gipsbergwerk am Standort Altertheim errichten unmittelbar unter dem erweiterten Wasserschutzgebiet und damit unter den wichtigsten wasserf\u00fchrenden Schichten. Das birgt Gefahren f\u00fcr die Trinkwasserversorgung der gesamten Region, denn aus dem Einzugsgebiet der Zeller Quellen werden etwa 80.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt. Wie hoch diese Gefahren sind, ist umstritten. W\u00e4hrend das Gutachten, das die Firma Knauf zur Genehmigung einreicht hat, die Gefahren f\u00fcr die Trinkwasserversorgung als sehr gering einstuft (ca. ein Prozent), beurteilt die die Trinkwasserversorgung (TWV) in W\u00fcrzburg die Risiken g\u00e4nzlich anders: Die TWV geht von einem Trinkwasserverlust von bis zu 13% aus. Hinzu kommt, dass infolge der Klimaerhitzung bereits \u00fcber 10 Prozent weniger Wasser bei den Zeller Quellen ankommen und mit weiter sinkenden Grundwasserpegeln aufgrund von Hitze und Trockenheit zu rechnen sein wird. Sowohl der Bund Naturschutz, als auch weitere Gemeinden, wie zum Beispiel&nbsp; Waldbrunn, haben daher bereits angek\u00fcndigt,&nbsp;gegen eine m\u00f6gliche Genehmigung des Bergwerks zu klagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1551\" srcset=\"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002-300x225.jpeg 300w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002-768x576.jpeg 768w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057_002.jpeg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es ist klar, wir befinden uns hier an einem Hotspot des Klimawandels, und die Zeller Quellen liefern t\u00e4glich Trinkwasser f\u00fcr mehr als 60.000 Menschen, sowie \u00fcber Brunnen f\u00fcr weitere \u00fcber 18.000 Menschen. Jeder Tropfen Wasser, der in das darunterliegende Gipskraftwerk sickert, oder nicht in den Brunnen und Quellen ankommt, weil das Wasser wegen des riesigen Gipsbergwerks die Flie\u00dfrichtung \u00e4ndert, wird uns in Zukunft bei der Versorgung mit Trinkwasser schmerzlich fehlen. Wir haben hier, in diesem trockenen Unterfranken, keine Alternative zu dieser Quelle! Als Landtagsabgeordnete aus der Stadt und dem Landkreis W\u00fcrzburg haben wir, Patrick Friedl und Kerstin Celina,&nbsp;zahlreiche Anfragen rund um die Themen &#8222;Wasserschutzgebiet&#8220;, &#8222;Gipsbergwerk &#8220; und &#8222;Deponie &#8220; gestellt und kommentieren das regelm\u00e4\u00dfig in der Presse. Wir sind der festen \u00dcberzeugung: Ein Trinkwasser- und Gesundheitsschutz in einem der wichtigsten Wasserschutzgebiete Bayerns geht nicht zusammen mit einem unterirdischen Gipsbergwerk und weiteren Deponien!<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend das Verfahren zur Ausweisung des Wasserschutzgebietes noch l\u00e4uft, ebenso wie der Antrag auf Genehmigung des Gipsbergwerkes, lohnt sich ein Blick auf gerichtliche Hinweise zum Wasserschutz: der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in einem Beschluss am 31. Januar 2024 zum Verfahren zur Genehmigung einer Deponie in just diesem geplanten Wasserschutzgebiet, dass der Trinkwasserschutz und Gesundheitsschutz der Bev\u00f6lkerung gew\u00e4hrleistet sein muss und keiner Abw\u00e4gung zug\u00e4nglich ist. Eine Abw\u00e4gung zwischen Trinkwasserschutz und anderen Zielen, wie z.B. dem Abbau heimischer Rohstoffe oder der Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen darf es so nicht geben. Vielmehr muss gesichert sein, dass auch nur eine entfernte Wahrscheinlichkeit einer Gef\u00e4hrdung der Trinkwasserversorgung ausgeschlossen sein muss. Daher schlie\u00dft das m\u00f6gliche Risiko einer Havarie mit unkalkulierbaren Folgen f\u00fcr den Trinkwasserschutz nach unserer \u00dcberzeugung einen Genehmigung eines Gipsabbaus unter den wasserf\u00fchrenden Schichten im Wasserschutzgebiet aus. Das stimmt in der Ausrichtung mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2021 zum notwendigen Klimaschutz, in dem das Verfassungsgericht angemahnt hat, dass wir mit unseren Lebensgrundlagen und Ressourcen so umgehen m\u00fcssen, dass den nachfolgenden Generationen noch eine M\u00f6glichkeit bleibt, ihr Leben selbst zu gestalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit \u201eJetzt red i\u201c hat der Bayerische Rundfunk das Thema aufgegriffen und eine Sendung dazu in H\u00f6chberg im Landkreis W\u00fcrzburg gemacht. Kerstin Celina vertrat in dieser unsere gemeinsamen Positionen, w\u00e4hrend der Staatssekret\u00e4r Tobias Gotthard (Freie W\u00e4hler) jeweils nur auf das laufende Verfahren hinwies und um Vertrauen in das vorliegende Gutachten warb. Viele aktive Gr\u00fcne und B\u00fcndnispartner*innen waren in der Halle vor Ort, darunter Stadtr\u00e4tin und Bezirksvorsitzende Simone Artz,&nbsp;unsere Ex-Bundestagskandidatin Jessica Hecht,&nbsp;unser OB-Kandidat Martin Heilig, Kreisr\u00e4t*innen und Gr\u00fcne aus diversen Ortsverb\u00e4nden. Mit dieser Sendung hat ein komplexes, eigentlich regionales Thema, an \u00fcberregionaler Bekanntheit gewonnen und das Thema Trinkwasserschutz endlich in den Vordergrund gestellt! Wir empfehlen Euch, die Sendung in der Mediathek anzuschauen &#8211; und vielleicht habt Ihr ja Ideen zu eigenen regionalen Themen, die Ihr bei \u201eJetzt red i\u201c vorschlagen k\u00f6nntet? <\/p>\n\n\n\n<p>Hier der Link zur <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/jetzt-red-i\/streit-um-geplantes-gips-bergwerk-gefahr-fuer-wuerzburgs-trinkwasser\/br\/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdC9GMjAyNFdPMDE2Mjk1QTA\">Sendung<\/a>:&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>und hier ein Link zur Berichterstattung \u00fcber die Sendung in der <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/wuerzburg\/landkreiswuerzburg\/hoechberg-br-sendung-jetzt-red-i-zum-umstrittenen-knauf-bergwerk-wie-gross-ist-das-risiko-fuer-das-wuerzburger-trinkwasser-108949443\">Mainpost<\/a>:<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057-2-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1550\" srcset=\"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057-2-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057-2-225x300.jpeg 225w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057-2-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/signal-2025-04-29-100057-2.jpeg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum verbesserten Trinkwasserschutz steht das Wasserschutzgebiet \u201eZeller Quellen\u201c zur Erweiterung von 7 auf \u00fcber 66 Quadratkilometer an. 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