{"id":1190,"date":"2024-02-27T09:33:51","date_gmt":"2024-02-27T09:33:51","guid":{"rendered":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/?p=1190"},"modified":"2024-03-11T10:47:28","modified_gmt":"2024-03-11T10:47:28","slug":"celina-und-friedl-fuer-erweiterung-des-wasserschutzgebiets-zeller-quellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/2024\/02\/27\/celina-und-friedl-fuer-erweiterung-des-wasserschutzgebiets-zeller-quellen\/","title":{"rendered":"Celina und Friedl f\u00fcr Erweiterung des Wasserschutzgebiets \u201eZeller Quellen\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>W\u00fcrzburger Landtagsabgeordnete Kerstin Celina und Patrick Friedl haben eine \u201eUnterst\u00fctzende Einwendung\u201c eingereicht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnen-Landtagsabgeordneten Kerstin Celina und Patrick Friedl aus dem Landkreis und der Stadt W\u00fcrzburg haben eine gemeinsame Stellungnahme als \u201eUnterst\u00fctzende Einwendung\u201c f\u00fcr die z\u00fcgige und vollst\u00e4ndige Ausweisung des Wasserschutzgebietes \u201eZeller Quellstollen\u201c eingereicht. Die W\u00fcrzburger Landtagsabgeordneten lehnen parallel eine Genehmigung der beiden Gro\u00dfprojekte ab, die dort geplant sind: einen bis zu 12 Quadratkilometer gro\u00dfen geplanten Gips-Abbau durch die Firma Knauf bei Altertheim sowie eine Deponie der Klasse 1 f\u00fcr Erdaushub, Bauschutt und vergleichbare gewerbliche Abf\u00e4lle bei Helmstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBeide Projekte bergen in der langen Sicht unkalkulierbare Risiken&#8220;, so Patrick Friedl. \u201eDer &#8218;Zeller Quellstollen&#8216; liefert im Mittel in jeder Sekunde 180 Liter Trinkwasser und versorgt so \u00fcber 60.000 Menschen in der Region mit lebensnotwendigem Trinkwasser. Der Schutz der eigenen Trinkwasserversorgung muss \u201af\u00fcr alle Zeit\u2018 und nicht nur f\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Jahre sichergestellt sein. Wasserschutz genie\u00dft gesetzlich wie gerichtlich h\u00f6chste Priorit\u00e4t.\u201c Dies zeigt auch der j\u00fcngste Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) in M\u00fcnchen auf die Klage gegen die Deponie in Helmstadt. Dort hei\u00dft es in der Begr\u00fcndung unter anderem: \u201eAuch wenn sowohl das Kreislaufwirtschaftsgesetz als auch das Wasserhaushaltsgesetz kein absolutes, sondern lediglich ein grunds\u00e4tzliches Verbot der Errichtung von Deponien in [\u2026] Wasserschutzgebieten begr\u00fcnden, [\u2026] will der Gesetzgeber doch gleichwohl grunds\u00e4tzlich jede Art von Sch\u00e4den, Gefahren und Risiken f\u00fcr das Trink-, Grund- und Oberfl\u00e4chenwasser genommen wissen.\u201c Dies gelte angesichts der Planreife auch f\u00fcr die geplante Erweiterung des Wasserschutzgebiets \u201eZeller Quellstollen\u201c, so Friedl. \u201eDies steht daher den beiden Gro\u00dfprojekten entgegen.\u201c Nochmals aus dem <a href=\"https:\/\/www.la-by.bayern.de\/media\/themenbereiche\/fachplanung\/2024-01-31_abfallrecht.pdf\">Beschluss des BayVGH<\/a> dazu: \u201eAuch die lediglich entfernte Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Beeintr\u00e4chtigung des Trink-, Grund- und Oberfl\u00e4chenwassers in Wasserschutzgebieten kommt, ist auszuschlie\u00dfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kerstin Celina: \u201eDas Leben der Menschen in den Orten im Trinkwasserschutzgebiet wird durch die Erweiterung nicht merklich beeintr\u00e4chtigt, denn f\u00fcr 91% des geplanten Schutzgebiets sind nur geringe Anforderungen zum Schutz des Trinkwassers notwendig. Neue Bau- und Gewerbegebiete k\u00f6nnen jederzeit ausgewiesen werden und auch f\u00fcr die Landwirtschaft sind keine erheblichen Einschr\u00e4nkungen aus den Antragsunterlagen ersichtlich. Deswegen braucht niemand Angst zu haben vor der Ausweisung des Wasserschutzgebietes, im Gegenteil: sollte die Ausweisung des Wasserschutzgebietes verhindern, dass dort Gips abgebaut werden wird, wird damit auch viel zus\u00e4tzlicher Verkehr eben nicht stattfinden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kerstin Celina: &#8222;Wenn wir uns erinnern an die M\u00fcllkippen aus den 70er Jahren: damals wurde &#8211; nach dem damaligen Stand der Wissenschaft &#8211; alles zusammen vergraben, organische Stoffe zusammen mit elektrischen K\u00fcchenger\u00e4ten, Industrieabf\u00e4llen und grundwassersch\u00e4digenden Fl\u00fcssigkeiten. Heute stellen wir fest, dass die Stoffe miteinander reagieren, giftige Sickerw\u00e4sser, Gase und Schadstoffe, sogar die extrem giftigen Dioxine, sich entwickeln und austreten und eine Sanierung weder technisch noch finanziell m\u00f6glich ist. Aktuell laufen wir hier im Landkreis W\u00fcrzburg darauf zu, dass der gleiche Fehler wieder gemacht wird, denn mit Genehmigungen f\u00fcr die beiden Gro\u00dfprojekte in unserem Trinkwasserschutzgebiet werden wir vielleicht Risiken f\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Jahre minimieren k\u00f6nnen, aber ob die Hohlr\u00e4ume unter dem Gipsabbau in hundert oder zweihundert Jahren einst\u00fcrzen k\u00f6nnen oder giftige Sickerw\u00e4sser aus der Deponie austreten werden, kann heute niemand wirklich beurteilen&#8220;, stellt Celina abschlie\u00dfend fest.<\/p>\n\n\n\n<p>Celina und Friedl: \u201eWir sehen nun der z\u00fcgigen Bearbeitung der Einwendungen, einem baldigen Er\u00f6rterungstermin m\u00f6glichst bis Mai und einem erfolgreichen Abschluss des Wasserschutzgebietsverfahrens noch im Jahr 2024 entgegen. Es ist am Landrat seine gesetzlichen Aufgaben entschlossen wahrzunehmen und dem Schutz des Wasser in der Region oberste Priorit\u00e4t zu geben, wie es die Gesetze verlangen und der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nochmals deutlich betont hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hamburgs-giftiges-industrieerbe-immer-wieder-dioxin-100.html\">Dioxinen auf M\u00fclldeponie bei Hamburg<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/regional\/wuerzburg\/gefahr-fuer-wuerzburgs-trinkwasser-durch-deponie-verwaltungsgerichtshof-mahnt-gesundheit-steht-an-oberster-stelle-art-11410483\">Mainpost berichtete.<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrzburger Landtagsabgeordnete Kerstin Celina und Patrick Friedl haben eine \u201eUnterst\u00fctzende Einwendung\u201c eingereicht Die Gr\u00fcnen-Landtagsabgeordneten Kerstin Celina und Patrick Friedl aus dem Landkreis und der Stadt W\u00fcrzburg haben eine gemeinsame Stellungnahme [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":1194,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,19,4],"tags":[],"class_list":["post-1190","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pressemitteilungen-buendnisse","category-wuerzburg-landtagsabgeordneter","category-wuerzburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1190"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1190\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1196,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1190\/revisions\/1196"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/patrick-friedl.de\/wps\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}