Patrick Friedl

Stadtrat in Würzburg

Neu gegründetes lokales Aktionsbündnis hofft auf Zulassung des Volksbegehrens - Nächstes Treffen am Mittwoch, 18. Juli, um 18:30 Uhr im Gasthof Lutz in Giebelstadt

Jüngst hat sich in Würzburg für die Region ein lokales Aktionsbündnis „Betonflut eindämmen“ gegründet. Aktuell wird das Bündnis von neun Parteien und Organisationen unterstützt. Ziel des Bündnisses ist es, mit zum Erfolg des Volksbegehrens gegen den Flächenfraß in Bayern beizutragen. Zu gleichberechtigten Sprecherinnen wurden beim Gründungstreffen Edith Sachse von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Wolf von Bodisco der Kreisvorsitzende der ÖDP und Patrick Friedl der Bezirksvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen bestimmt. Grüne, ÖDP und AbL hatten gemeinsam auch im Sommer 2017 die bayernweite Initiative für das Volksbegehren ergriffen.

Nun erwartet das lokale Aktionsbündnis gespannt die morgige Entscheidung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs am 17. Juli, nachdem die Bayerische Staatsregierung das Volksbegehren wegen Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit im April vorgelegt hat. Patrick Friedl ist überzeugt, dass das Volksbegehren bestätigt werden wird: „Das Volk kann als Gesetzgeber bestimmen, dass der tägliche Flächenverbrauch auf unter fünf Hektar pro Tag festgelegt werden kann. Wir können und dürfen den weiteren ausufernden Flächenfraß nicht zulassen.“ Wolf von Bodisco ergänzt: „Im Jahr wird in Bayern eine Fläche zubetoniert, die mehr als der Hälfte Würzburgs entspricht. So verbauen wir unseren Kindern und Enkeln die Zukunft. Damit müssen wir Schluss machen.“

Als Landwirtin lenkt Edith Sachse den Blick auf die Qualität der Böden, die versiegelt werden: „In unserer Region werden häufig die besten und wichtigsten Böden für unsere Ernährung zugebaut. Ein Lebensmittel-Discounter nach dem anderen nimmt wertvollste Ackerflächen in Anspruch.“ Dieser Widerspruch ist für Sachse absolut unverständlich, wo es doch genug Gewerbe-Brachen gibt, wie zum Beispiel der ehemalige Baumarkt in Lengfeld (siehe Foto) der seit Jahren leer steht.

Die derzeit im lokalen Aktionsbündnis versammelten Gruppen sind: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bündnis 90/Die Grünen Würzburg Stadt und Land (Grüne), Ökologisch-Demokratische Partei Würzburg (ÖDP), Bund Naturschutz Kreisgruppe Würzburg (BN), Landesbund für Vogelschutz Unterfranken (LBV), Naturfreunde Würzburg e.V., Verkehrsclub Deutschland Mainfranken-Rhön (VCD), Allgemeiner Deutscher Fahrradclub Würzburg (ADFC), das Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“ aus Würzburg sowie die Gruppe „Wir für Vielfalt“ aus Kitzingen.

Das nächste Treffen des Aktionsbündnisses ist bereits am Mittwoch, 18. Juli, um 18:30 im Gasthof Lutz in der Ingolstadter Straße 17 in Giebelstadt. Es wird um das Urteil und die nächsten Aktionen des Bündnisses gehen. Gäste sind herzlich willkommen.

Grüne Bayern

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