Patrick Friedl

Stadtrat in Würzburg

Seit 2. Mai 2008 bin ich Mitglied im Stadtrat Würzburg. In dieser Zeit ist es uns gelungen viele "grüne" Themen in der Stadt weiter zu führen, an zu stoßen, in die Diskussion zu bringen und durch zu setzen. Los ging es bei mir mit der Erarbeitung eines interfraktionellen Antrags zur Öffnung des Trausaals für gleichgeschlechtliche Paare im Juni 2008 (kaum vorstellbar, dass das mal nötig war, dies streitig durchzusetzen - heute ist die Ehe für Alle endlich Gesetz).

Bereits im zweiten Jahr als Stadtrat ist es gelungen einen der wichtigsten Anträge der letzten Jahre auf den Weg zu bringen, erneut als interfraktioneller Antrag: Grundsatzbeschluss „Würzburger Energie- und Klimaprogramm". Dieser bildete die Grundlage für den Aus- und Aufbau des Fachbereichs Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Würzburg, mit einem Klimaschutzbeauftragten, der Erstellung eines Klimaschutzkonzepts und eines Klima-Leitbilds 2030 für Würzburg, der Einführung eines interfraktionellen Arbeitskreises Klima, der Einstellung eines Klimaschutzmanagers und eines Sanierungsmanagers, der Einführung und Bestellung eines Klimabeirats, der Ausschreibung und Erstellung einer Klimafunktionskarte, sowie der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts mit vielen einzelnen Maßnahmen.

 Auch auf dem Weg zu einer anderen Mobilität in der Stadt sind wir mit Anträgen zum Radverkehr seit 2011 große Schritte voran gekommen. Wurden 2011 noch einige Anträge abgelehnt, so ist es 2012 gelungen den Beitrittswunsch der Stadt zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGfK) zu bewirken. Infolge dessen wurden viele Anträge zur Verbesserung in der Stadt gestellt und mehrheitlich beschlossen, ein Radverkehrskonzept wurde mehrere Jahre ausgearbeitet und 2016 angenommen, im Umfeld der Landesgartenschau wurde ein Radwegevernetzung mit den Umlandgemeinden angepackt und eine direkte Radroute vom Hauptbahnhof ins Landesgartenschaugelände beschlossen und umgesetzt. Bei den Haushaltsberatungen 2017 gelang dann der Durchbruch mit insgesamt 1,73 Millionen Euro im Haushalt für den Einstieg in die Radachsen in die Zellerau, nach Versbach und Richtung Reichenberg, sowie für Fahrradabstellanlagen an der Talavera und in der Sterngasse. In den kommenden Jahren sollten jährlich mindestens 2 Millionen Euro für den Ausbau des Radverkehrsnetzes zur Verfügung gestellt werden. So kann es möglich werden, dass wir bis zum Jahr 2030 mit Fug und Recht von einer „Fahrradstadt Würzburg“ sprechen können und der Radverkehr zusammen mit dem öffentlichen Nahverkehr das Rückgrat der Mobilität in der Stadt bildet und den Autoverkehr ablöst.

Eines der zentralen Arbeitsfelder der kommenden Jahre wird bei der Mobilität in der Stadt - neben dem Radverkehr - der Ausbau des Straßenbahnnetzes sein. So gilt es nun endlich die Verlängerung der Straßenbahn in Grombühl (Linie 1 und 5) entlang der Erweiterungen der Universitätskliniken (ZIM und ZOM) zu bauen. Und wir müssen möglichst bald Planung und Finanzierung der Straßenbahn-Linie 6 ans Hubland hinbekommen. Hier ist bei den Haushaltsberatungen 2017 ebenfalls der Durchbruch hinsichtlich des Einstiegs in die städtische Beteiligung an den Baukosten gelungen. Wir haben mit der Anfinanzierung einer Sonder-Rücklage für die Straßenbahnlinie 6 erreicht (mit einer Million Euro im Haushalt 2018).

 

 

Grüne Bayern

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