Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

Kerstin Celina und Patrick Friedl besuchten Seniorenwohnstift des Bürgerspitals am Hubland

Gleich zwei Landtagsabgeordnete der Grünen besuchten den erst jüngst eröffneten Seniorenwohnstift des Bürgerspitals am Hubland. Kerstin Celina und Patrick Friedl trafen sich mit der Leiterin des Bürgerspitals Annette Noffz und dem Einrichtungsleiter Thomas Göhring für eine Führung in den neuen Häusern des Seniorenwohnstifts von Steren, welches gebaut wurde, nachdem sich herausstellte, dass eine Sanierung des Hochhauses in der Sanderauer Köngisberger Straße nicht mehr möglich war. Die beiden Landtagsabgeordneten begutachteten ausgewählte Zimmer der 119 Apartments im betreuten Wohnen und der 36 Zimmer im Pflegebereich, sowie das Restaurant, in dem die Bewohnerinnen und Bewohner ihre individuell eingerichteten Plätze haben. Sie besichtigten den geräumigen und grünen Innenhof im Erdgeschoss und den Panoramasaal im 4. Stock mit seinen Terrassen, die auf Augenhöhe mit der Marienfestung einen fantastischen Ausblick über Würzburg ermöglichen. Der Panoramasaal und das Foyer im Eingangsbereich bieten Platz für Gemeinschaftsaktivitäten und Konzerte.

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Pressemitteilung

Würzburg/München, den 3. Juli 2019

Grünen-MdL Patrick Friedl bekam erstmals Besuch aus dem Wahlkreis in München

55 Menschen aus Würzburg und der Region nahmen die Einladung nach München an und besuchten den direkt gewählten Landtagsabgeordneten der Grünen für einen Tag im Bayerischen Landtag in München.

Besuchergruppen zu empfangen, gehört für jeden Landtagsabgeordneten zu den schönen Seiten der politischen Arbeit in München. Der im Herbst direkt im Stimmkreis Würzburg in den Landtag gewählte Abgeordnete Patrick Friedl hatte jüngst zum ersten Mal Besuch aus dem heimischen Stimmkreis. In der Regel eröffnet jeder Abgeordnete zweimal im Jahr einer Besuchergruppe die Chance, einen Einblick in die Abläufe im Bayerischen Landtag gewinnen zu können, so auch Friedl. „Es ist für die Menschen eine gute Gelegenheit zu sehen, was ihre Abgeordneten so machen“, sagt Friedl. Höhepunkte sind für ihn die gern genutzte Möglichkeit den Abgeordneten konkrete Fragen zu stellen, eine Plenarsitzung live zu erleben und einen Blick auf die parlamentarische Arbeit zu werfen.“

Organisiert werden die Fahrten von Friedls Würzburger Wahlkreisbüro. Wahlkreismitarbeiter Hans-Dieter Wolf und Praktikantin Theresa Mühleck begleiteten die Gruppe nach München. 55 Menschen aus Würzburg und der Region versammelten sich um acht Uhr am Bahnhof in Würzburg und starteten nach München. Auf dem Programm stand zunächst ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant des Landtages. Anschließend lieferte ein kurzer Film erste Informationen zum Aufbau und den Aufgaben des Bayerischen Landtags. Dann ging es für eine Stunde auf die Tribüne des Landtags. Dort konnten die Teilnehmenden eine Plenardebatte verfolgen. Abschließend nahm sich Patrick Friedl und seine Münchner Mitarbeiterin Maria Kammüller noch eineinhalb Stunden Zeit für Fragen und politischen Austausch in großer Runde.

Im Vordergrund des Interesses der Gäste standen laut Friedl vor allem ganz grundsätzliche Dinge: „Wie sieht ein Arbeitstag im Landtag aus? Welche Themen stehen aktuell auf dem Programm? Haben Sie sich schon in München eingelebt? Werden auch Anträge der größten Oppositionspartei von den Regierungsfraktionen angenommen? Sind der Ministerpräsident, die Ministerinnen und Minister ansprechbar? Wie schnell haben Sie sich zurechtgefunden als Neuling im Landtag?“, führte der Abgeordnete einige Beispiele an. Da es sich bei Friedl um den ersten direkt gewählten Grünen Stimmkreisabgeordneten handelt, wurde ebenfalls nachgefragt, wie die CSU-geführte Staatsregierung mit dieser neuen Situation umgeht. Als der Wissendurst der Besucher gestillt war, traten alle um viele Informationen und Eindrücke reicher die Rückfahrt nach Würzburg an, während der Landtagsabgeordnete wieder zurück in die noch laufende Plenarsitzung ging.

Die zweite Fahrt 2019 ist bereits ausgebucht. Wer Interesse hat, 2020 an einer Besuchsfahrt zu MdL Patrick Friedl in den Landtag hat, kann sein Interesse melden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im Bild: Besuchergruppe aus dem Stimmkreis mit MdL Patrick Friedl und seinen Mitarbeiter*innen

Pressemitteilung

Würzburg 28. Juni 2019

Grüne bewundern einmalige Kulturschätze, spannend und lehrreich aufbereitet

Ausstellung zu 400 Jahre Universitätsbibliothek bis 7. Juli verlängert

Bibliotheksleiter Dr. Hans-Günter Schmidt führte MdL Patrick Friedl und eine Grünen-Besuchergruppe durch die ebenso beeindruckende wie unterhaltsame Jubiläumsausstellung am Hubland, die wegen der großen Resonanz bis 7. Juli verlängert wurde. Der Leiter der Würzburger Universitätsbibliothek Dr. Hans-Günter Schmidt hatte neben dem Landtagsabgeordneten Patrick Friedl weitere Stadt- Bezirks-, Kreis- und Gemeinderät*innen sowie Vertreter*innen aus den Kreisverbänden Würzburg Stadt und Land zu einer Führung durch die Ausstellung „Elfenbein und Ewigkeit“ im Gebäude der Zentralbibliothek eingeladen. Darunter die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Barbara Lehrieder, Stadträtin Karin Miethaner-Vent, Kreisrätin Rita Heeg und Kreisrat Sven Winzenhörlein. „Es ist unglaublich, welche Kulturschätze die Universitätsbibliothek in Würzburg beherbergt und wie viele davon hier zurzeit zu sehen sind“, zeigte sich Friedl beeindruckt. Dazu gehörten zahlreiche Bücher und Dokumente wie das berühmte Kiliansevangeliar, das Rundbuch für Julius Echter oder die prachtvolle Mainzer Riesenbibel. Besonders angetan hatte es den Teilnehmer*innen die Bibel in Gedächtnisbildern, eine klösterliche Erinnerungshilfe für Bibelstellen. Dr. Schmidt bezeichnete sie scherzhaft als „eine der wahrscheinlich ältesten Mind-Maps der Welt“. „Ich bin sehr froh, dass wir im Rahmen der Jubiläumsausstellung die einmalige Gelegenheit haben, so viele wertvolle und sehenswerte Schriften in dieser hervorragenden Zusammenstellung zeigen zu können“, so der Bibliotheksleiter Dr. Hans-Günter Schmidt über die angebotene Führung. Die „Würzburger Lügensteine“, Hörbeispiele aus einem mittelalterlichen Choralbuch oder das speziell entwickelte Virtual-Reality-Spiel „Barlock“ sorgten dafür, dass auch Spaß und Unterhaltung für die Besucher nicht zu kurz kamen. Friedl versuchte sich am eigens eingerichteten Schreibpult [im Bild] mit Tinte und Feder auf Pergament an mittelalterlicher Schönschrift. Obwohl sich der Erfolg hierbei in Grenzen hielt, war Friedl sowohl von der Führung als auch von der Ausstellung begeistert: „Was die Leitung und die Mitarbeiter*innen der Universitätsbibliothek mit dieser Ausstellung auf die Beine gestellt haben, ist fantastisch und verdient allerhöchste Anerkennung. Ich freue mich sehr über die Einladung und darüber, dass die Ausstellung wegen der großen Resonanz noch bis 7. Juli verlängert wurde.“ Dem schlossen sich die übrigen Teilnehmer*innen an und wünschten Herrn Dr. Schmidt und seinem Team für die weiteren Veranstaltungen und Ausstellungen im Jubiläumsjahr viel Erfolg.

Celina und Friedl diskutieren vor Ort über Landwirtschaft im südlichen Landkreis Würzburg

„Reden mit den Landwirten“ wollen die GRÜNEN Landtagsabgeordneten der Region, und zwar nicht erst seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen für mehr Arten- und Naturschutz in Bayern. „Ich war vorher schon regelmäßig mit Landwirten in ganz Unterfranken im Gespräch“, erläutert Kerstin Celina, Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Würzburg, und fügt hinzu: „nach dem Volksbegehren gilt erst recht: Wir müssen die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam angehen und miteinander reden, und zwar sowohl am Runden Tisch auf bayerischer Ebene als auch in den Regionen. Wir brauchen das Fachwissen der Landwirte, ganz besonders im Hinblick auf die Böden, die sie schon viele Jahre bewirtschaften, ebenso wie die Erkenntnisse der Wissenschaft, der Naturschutzverbände und eine zukunftsorientierte Forschung“.

Zusammen mit ihrem Kollegen Patrick Friedl, dem naturschutzpolitischen Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, der den Würzburger Stimmkreis vertritt, sowie den Ochsenfurter GRÜNEN Dr. Iris Eisenmann-Tappe und Stadträtin Britta Huber besuchte Celina den landwirtschaftlichen Betrieb der Familie von Zobel in Darstadt. Der Landwirt Heiner von Zobel setzte sich viele Jahre als Vorsitzender der Freien Wähler des Landkreises Würzburgs für die Interessen der Landwirtschaft ein. Er führt zusammen mit seinen zwei Söhnen den landwirtschaftlichen Familienbetrieb – eine generationenübergreifende Tradition: bereits seit dem 13. Jahrhundert ist das Geschlecht der Zobels in Darstadt vertreten. Einer der Söhne, Felix von Zobel, hat im letzten Jahr ein Praktikum bei der Landtagsabgeordneten Celina absolviert.

Nach einer Begrüßungsrunde im kleinen Schloss mit vielen regionalgeschichtlichen Informationen fuhren die GRÜNEN zusammen mit Heiner von Zobel und seinem Sohn Felix zu den umliegenden Feldern des Landwirtschaftsbetriebs. Erstes Gesprächsthema waren die langgezogenen Wasserspuren in den Feldern, die bei Starkregen entstehen. Regnet es viel in kurzer Zeit, so leiden vor allem Felder in Hanglage: die Erde rutscht nach unten ab, Saatgut und nährstoffreicher Boden geht den höheren Lagen verloren. Um das zu verhindern, sät von Zobel Grasstreifen in die Felder, die Wurzeln der Gräser wirken einem Hangrutsch entgegen. Für diese Grasstreifen erhalten Landwirte auch höhere Entschädigungen als für die viel diskutierten Blühstreifen, das Gras kann später zu Heu weiterverarbeitet werden und bringt dem Landwirt so zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzen. „Für mich ist das in dieser Situation die bessere Alternative“ erklärt von Zobel.

Dass es beim Thema Umweltschutz je nach Region verschiedene Wege gibt, um ans Ziel zu kommen, sieht auch Patrick Friedl: „Ökosysteme sind komplex und wir müssen alle verfügbaren Hebel in Bewegung setzen, um den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen und so zu wirtschaften, dass auch größere Trockenheit und singuläre Wetterereignisse wie Starkregen nicht zu einem Abschwemmen des wertvollen Bodens führen“. Dazu gehört für ihn auch der vollständige Verzicht auf Glyphosat.

In den besonders trockenen Gebieten wie in der Darstadter Gegend hält von Zobel es dagegen für schwierig, auf Herbizide, unter anderem auch Glyphosat, voll und ganz zu verzichten. „Ich pflanze Zwischenfrüchte, um den Boden zu halten, und um Nitrat aus dem Boden in den Pflanzen zu binden. Normalerweise sollten diese Pflanzen im Winter abfrieren, ist es aber nicht kalt genug, müssen sie entfernt werden. Kurz vor der Aussaat der Feldfrüchte muss ich mich entscheiden, welche Methode ich dafür anwende. Wenn ich gar keine Spritzmittel verwende, muss ich den Boden stärker und tiefer bearbeiten. Dann besteht aber auch die Gefahr, dass der Boden noch schneller austrocknet.“ Eine breite und hoch dosierte Anwendung von Glyphosat, wie sie vor allem mit dem sogenannten „Roundup Ready Verfahren“ von Monsanto propagiert wurde, lehnt von Zobel ab. Stattdessen würde er es befürworten, auch in Zukunft noch eine Genehmigung für kleinere Mengen Glyphosat unter bestimmten Voraussetzungen, nach Abwägung mit anderen Methoden, bekommen zu können.

Die GRÜNE Ochsenfurter Stadträtin und Referentin für Landwirtschaft & Forsten im Stadtrat, Britta Huber, hält eine derartige Notlösung nicht für sinnvoll, hat sie doch erst letztes Jahr ihren Antrag auf Glyphosat-freie Bewirtschaftung städtischer Grundstücke durchgebracht: „Das würde ja bedeuten, dass nach einem Glyphosat-Verbot doch Ausnahmegenehmigungen zu bekommen sind, wenn auch mit viel Papierkrieg“. Letztendlich würden diese Bedingungen ja dann immer für eine ganze Region gelten, so komme man nicht wirklich weg von Glyphosat, meint sie. Für ihre Region wünscht sie sich wieder „viel mehr Hecken, Bäume und Rückzugsgebiete für Wildtiere – am Liebsten als Biotopverbunde“, denn da sei im Rahmen der Flurbereinigung viel kaputtgemacht worden.

Dass sich die Zahl der Insekten und Vögel seit einigen Jahren massiv verringert hat, darüber waren sich alle einig. „Es ging fix“, meint von Zobel, „vor fünf bis zehn Jahren brüteten regelmäßig viele Schwalben und Spatzen hier bei uns am Haus, heute kommen kaum noch welche.“ Er steht dem Umstieg auf biologische Landwirtschaft offen gegenüber, seine Söhne Moritz und Felix von Zobel planen, in den nächsten Jahre mit Bio-Anbau verschiedener Mischkulturen auf den heimischen Feldern zu experimentieren.

„Bio-Anbau wird nicht die alleinige Lösung sein“, meint von Zobel, und verweist darauf, dass auch bei biologischem Anbau dem Boden Stickstoff zugeführt werden muss, was wiederum den Nitratgehalt im Grundwasser gerade im trockenen Unterfranken über die zulässigen Werte erhöht. Trotzdem bekommt die Bio-Landwirtschaft eine Chance: Im letzten Herbst pflanzte die Familie Trüffelbäume. Dafür sind die von Zobels im letzten Jahr täglich mit der Gießkanne unterwegs gewesen, damit die jungen Eichen, Hainbuchen, Rotbuchen und Haselnüsse überhaupt eine Chance haben, Wurzeln zu schlagen. „Viel Arbeit, die sich aber hoffentlich auszahlen wird“, so Felix von Zobel. Wie es scheint, wurde ihm nicht nur die Freude an der Natur und Landwirtschaft weitervererbt, sondern auch das Politikinteresse: Sohn Felix löste Heiner von Zobel im März als Vorstand der Freien Wähler im Landkreis Würzburg ab.

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