Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

Patrick Friedl kritisiert mangelhaften Einsatz von Recyclingpapier in Bayerns Staatsministerien

„Es ist mir ein Rätsel, warum sich viele Staatsministerien dem Umwelt- und Klimaschutz über Jahre standhaft verweigern. Dabei spart der Einsatz von Recyclingpapier bis zu über 60 Prozent Energie und ist effektiver Umweltschutz“, kommentiert Patrick Friedl, Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung. Die Antwort auf eine Anfrage  von Patrick Friedl an die Staatsregierung zeigt, dass der Einsatz von Recyclingpapier in den Ministerien der Söder-Regierung weiterhin ungenügend ist. „In der Staatskanzlei ist die Zahl nach 71 Prozent im Jahr 2016 sogar auf nur noch 56 Prozent zurückgegangen. Und das, obwohl die Staatsregierung immer wieder davon spricht, dass sie bis zum Jahr 2030 eine klimaneutrale Verwaltung will – wenn´s selbst bei den kleinen Dingen noch so eklatant hapert, wissen wir alle, dass es dazu vermutlich nicht kommen wird!“, so Patrick Friedl.

„Wie man Wasser predigt, selbst aber Wein trinkt zeigt vor allem das Ministerium für Unterricht und Kultus. Das empfiehlt den Schulen in Bayern nachdrücklich, Recyclingpapier zu verwenden, kommt selbst aber nur auf eine Recyclingpapier-Quote von unter 11 Prozent. Gleichzeitig liegt es beim Papierverbrauch pro Kopf mit 37 Kilogramm vorn.“

In ihren Richtlinien zum Umweltschutz in Behörden aus dem Jahr 2014 schreibt die Staatsregierung, dass die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Beschaffung nicht Option oder gar vernachlässigbar, sondern rechtliche Pflicht sei. Patrick Friedl: „Es wird höchste Zeit, dass sie dieser Pflicht endlich selbst nachkommt, anstatt nur den Zeigefinger zu heben. Ministerpräsident Söder sollte nicht Bäume umarmen, sondern Bäume schonen, und zwar durch 100 Prozent Recyclingpapier in der Staatskanzlei und allen bayerischen Ministerien!“

Diese Pressemitteilung finden Sie auch auf der Homepage der Landtagsfraktion.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Patrick Friedl aus Würzburg kritisiert, Bayern sei weder auf Extrem-Hitze noch auf Starkregen gut vorbereitet. Was die Staatsregierung dazu sagt.

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Klimaforscher Heiko Paeth von der Universität Würzburg geht davon aus, dass extreme Wetterlagen mit der Klimaerwärmung in Zukunft häufiger auftreten. Und theoretisch jede Region Deutschlands treffen können. Wäre Bayern darauf vorbereitet? - Die Grünen im Bayerischen Landtag bezweifeln das. Der Würzburger Landtagsabgeordnete Patrick Friedl sagt: "Bayern tut insgesamt zu wenig, um sich gegen Extremwetterereignisse zu schützen." Die Vorsorge müsse verbessert werden. Seine Fraktion hatte deshalb einen Dringlichkeitsantrag für ein "Sofortprogramm Starkregenvorsorge und Extrem-Hitze-Schutz" gestellt. Dieser wurde allerdings abgelehnt.

Weiterlesen im Mainpost-Artikel vom 04.08.2021.

Foto: Matthias Lorentzen

Die Klimakrise hat uns längst erreicht. Sie ist die größte Herausforderung der Menschheit im 21. Jahrhundert. Wir müssen jetzt Vorsorge treffen, Klimaschutz und Klimaanpassung zugleich wirksam ins Werk setzen. Wir haben die Verantwortung, die Lebensgrundlagen für unsere zukünftigen Generationen zu sichern. Das ist unsere Verantwortung, der wir als Gesellschaft bisher nicht nachkommen. Dies hat auch das Bundesverfassungsgericht deutlich gemacht.

Weiterlesen im Mainpost-Artikel vom 03.08.2021.

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