Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

Rauchen leistet einen nicht unerheblichen Beitrag zur Umweltbelastung. Dies gilt ins-besondere für achtlos weggeworfene Zigarettenkippen, die nach einer Studie der Welt-gesundheitsorganisation (Tobacco and its environmental impact, WHO 2017) weltweit den größten Anteil der Abfälle ausmachen, die in Städten und an Stränden aufgesammelt werden. Sogar im Meereis der Arktis wurden bereits Chemikalien und Kleinstpar-tikel gefunden, die auch in Zigarettenfiltern vorkommen (https://www.tagesschau.de/ausland/mikroplastik-arktis-101.html).

Nicht nur die Menge, auch die Zusammensetzung ist schädlich. Die Zelluloseazetatfilter enthalten krebserzeugende Substanzen wie Nikotin, Arsen und polyzyklische Kohlenwasserstoffe, die in den Boden und in Gewässer gelangen (Rauchen schadetvom Anbau bis zur Zigarettenkippe, dkfz, 2017). Es kann Jahrzehnte dauern, bis die Filter zerfallen.

Schon 2012 forderte das Europäische Parlament die Kommission auf, alle Mitgliedstaaten bei Initiativen zu unterstützen, die auf ein Zigarettenkippen-Pfand abzielen (https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/B-7-2012-0340_DE.pdf). Darüber hinaus sieht die EU-Richtlinie „über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ (2019/904) verschärfende Regelungen vor, die auch die Hersteller stärker in die Pflicht nehmen. Diese Richtlinie muss innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht überführt werden. Gleichzeitig handelt es sich um ein Problem, das auch hohe finanzielle Kosten verursacht. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen geben die Kommunen in ganz Deutschland jährlich ca. 225Mio. Euro für die Entsorgung von Zigarettenstummeln aus (https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/archiv-2020-pressemitteilungen/einwegplastik-und-zigarettenkippen-in-der-umwelt-kosten-kommunen-jaehrlich-700-millionen-euro/?sword_list%5b%5d=studie&sword_list%5b%5d=entsorgung&sword_list%5b%5d=plastik&no_cache=1).

Die Anfrage zu diesem Thema von Christian Hierneis, Rosi Steinberger und mir finden Sie hier.

Trotz der vor 20 Jahren beschlossenen europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat unser Grundwasser vor allem durch Einträge aus der Landwirtschaft in weiten Bereichen den in der Richtlinie geforderten „guten Zustand“ nicht erreicht.

Zur Situation des Grundwassers in Bayern stellten wir sechs Anfragen, die sie hier finden:

Niederbayern

Schwaben

Oberpfalz

Unterfranken

Mittelfranken

Oberfranken

Bayern hat 801300 ha Natura 2000-Flächen gemeldet, die Gebietsmeldung ist seit 2004 abgeschlossen. Dieses Netzwerk besteht aus den Fauna-Flora-Habitat- (FFH) und den Europäischen Vogelschutzgebieten. Wald ist an diesem Netzwerk mit etwa 450000 ha (56 Prozent) deutlich überproportional beteiligt, davon 244000 ha Staatsforsten. Die Flächen von Chiemsee, Ammersee, Starnberger See und die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels stehen unter Schutz. Im Jahr 2019 wurde von der Bundesregierung das Aktionsprogramm Insektenschutz beschlossen mit den Zielen, das Insektensterben umfassend zu bekämpfen und zügig konkrete Maßnahmen umzusetzen. Mit den dafür erforderlichen Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes und des Wasserhaushaltsgesetzes soll u.a. der flächige Einsatz von Bioziden zur Bekämpfung von Arthropoden (Spinnen, Krebse, Tausendfüßer und Insekten) in Natura 2000-Gebieten verboten werden

Die Anfrage von meiner Kollegin Gisela Sengl und mir und die Antwort der Staatsregierung finden Sie hier.

Der Klimawandel äußert sich deutlich anhand der sich verändernden Anzahl klimatischer Kennwerte. Bei diesen Kennwerten handelt es sich um die Temperatur (in °C) so-wie um die Anzahl an Hitzetagen (Tage mit Maximaltemperatur von mindestens 30°C), Sommertagen (Tage mit Maximaltemperatur von mehr als 25°C), Tropennächten (Tage mit Minimaltemperatur von mehr als 20°C), Frosttagen (Tage mit Minimaltemperatur von weniger als 0°C) und Eistagen (Tage mit Maximaltemperatur von weniger als 0°C). Im Klima-Report 2021 wird Bayern in sieben klimatische Räume eingeteilt: Alpen, Alpenvorland, Südbayerisches Hügelland, Donauregion, Ostbayerisches Hügel- und Bergland, Mainregion sowie Spessart-Rhön (siehe Klima-Report 2021, S.36). Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) legt die Klimareferenzperioden auf 30-Jahres-Zeiträume fest. Die letzten beiden Perioden waren von 1991 bis 2020 und 1961 bis 1990, während der Klima-Report 2020 eine Referenzperiode von 1971 bis 2000 wählt.

Die Anfrage von Christian Hierneis, Rosi Steinberger und mir hierzu und die Antwort der Staatsregierung finden Sie hier.

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