Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags
Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung

FAQ des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Risikogruppen

Schwere Verläufe können auch bei Personen ohne bekannte Vorerkrankungen auftreten, diese werden auch bei jüngeren Patienten beobachtet. Laut Robert-Koch-Institut haben folgende Personen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf:

  • ältere Personen (stetig steigendes Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50-60 Jahren, am höchsten bei über 80 Jahren)
  • Raucher (schwache Evidenz)
  • Menschen mit Behinderungen
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
  • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankungen oder Bluthochdruck)
  • chronische Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma)
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt stabile Zuckereinstellung)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem
  • Patienten mit anderen schweren Grunderkrankungen (z.B. Darmerkrankungen, Rheuma)
  • Schwangere haben laut WHO und deren Daten aus China kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf; eine Übertragung im Mutterleib kann allerdings nicht ausgeschlossen werden (bisher nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen)
  • Kinder sind laut einer Mehrzahl von Studien seltener betroffen, allerdings kann es auch bei Kindern und Säuglingen zu schweren Verläufen kommen

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

 

Hilfe bekommen

  • Hotline der Kassenärzte: 116 117
  • Hotline des bayerischen Gesundheitsamtes für Fragen: 09131/680 851 01
  • Hotline für Seniorinnen und Senioren gegen Einsamkeit - Silbertelefon täglich von 8 bis 22 Uhr: 0800 470 80 90
    Anonymer und kostenloser Telefonservice für Seniorinnen und Senioren, die von Einsamkeit betroffen sind. Wegen der Krise bundesweit freigeschaltet.
  • Kostenloses Seelsorgetelefon (24h am Tag erreichbar): 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 oder 116 123
  • Nummer gegen Kummer: 116 111
    Kinder- und Jugendtelefon (Montag bis Freitag jeweils 14 bis 20 Uhr)
  • Telefonseelsorge der katholischen Kirche: 0800 1110222
  • Telefonseelsorge der evangelischen Kirche: 0800 1110111
  • Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800 40 400 20
  • Die Malteser bieten einen kostenlosen Einkaufsservice oder Abholung von Medikamenten für Ältere und Kranke: 0700 / 62583737
  • Einkaufsfahrten des Bayerischen Roten Kreuzes: 08000 275 275

 

Was es zu beachten gilt

Informationen des Robert Koch Instituts:

Informationen und Hilfestellungen für Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19 Krankheitsverlauf

 

Mediziner Dr. Eugen Mengel aus Mainz behandelt Patienten mit seltenen Erkrankungen. Er rät für Risikogruppen: 

  1. Keine öffentlichen Einrichtungen besuchen
  • Begleitung von Enkeln/Kindern in die Notbetreuung, Besuch von Werkstätten und Arbeitsplätzen vermeiden, wenn möglich Einkaufsservice nutzen
  • sich an die Ausgangsbeschränkungen halten
  1. Direkte Sozialkontakte einschränken
  • gegen Einsamkeit:
    • Virtueller Senioren-Stammtisch täglich von 14 bis 14.45 Uhr: https://zoom.us/j/707036410
      Weitere Infos zum Stammtisch hier.
    • Hotline für Seniorinnen und Senioren gegen Einsamkeit - Silbertelefon täglich von 8 bis 22 Uhr: 0800 470 80 90
    • Kostenloses Seelsorgetelefon (24h am Tag erreichbar): 0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222 oder 116 123
  1. Aufpassen und Erfragen
  • aktiv über das Corona-Krankheitsbild informieren (frühzeitige Selbsterkennung von Symptomen), hilft rasch Kontakt zu Arztpraxen aufnehmen zu können
  1. Arzt- und Krankenhausbesuche vermeiden
  • nicht unbedingt notwendige Besuche sollten verschoben werden
  • Besuch vorher per Anruf planen und absichern
  1. Fiebersenkende Medikamente schützen nicht vor Übertragung
  • Es sollte darauf verzichtet werden, Risikopatienten leichtfertig Medikamente wie Antibiotika zu verabreichen
  • diese schützen nicht vor Infektionen!
  • Laut Robert Koch-Institut gehen gefährdete Gruppen wie ältere Menschen häufig zu spät zum Arzt -> Fiebersenkende Mittel könnten hier eine schnelle Diagnose verzögern
  1. Hände regelmäßig waschen
  • jedes Mal, wenn man nach Hause kommt
  • vor und nach der Zubereitung von Speisen und vor den Mahlzeiten
  • vor und nach dem direkten Kontakt mit Menschen und Tieren
  • nach dem Toilettenbesuch
  1. Hände gründlich waschen
  • Informationen zum richtigen Händewaschen und weiterem Infektionsschutz: https://www.infektionsschutz.de
  • Hände unter fließendes Wasser halten, von allen Seiten mit Seife einreiben, sich dabei 20 bis 30 Sekunden Zeit lassen, unter fließendem Wasser abwaschen und mit einem sauberen Tuch abtrocknen
  1. Hände aus dem Gesicht fernhalten
  1. Richtig Husten und Niesen
  • beim Husten und Niesen Abstand halten und sich wegdrehen, in Taschentuch oder Armbeuge husten oder niesen
  1. Wunden mit Pflaster oder Verband schützen
  • Viren verbreiten sich über Tröpfchen- oder Schmierinfektion
  • offene Wunden bieten eine Eintrittsmöglichkeit für Viren
  • zusätzlichen Schutz schaffen, indem man offene Wunden mit einem Pflaster oder Verband abdeckt
  1. Auf ein sauberes Zuhause achten
  • besonders Küche und Bad regelmäßig mit üblichen Haushaltsreinigern säubern
  • Putzlappen nach Gebrauch gut trocknen lassen und häufig austauschen
  1. Lebensmittel hygienisch behandeln
  • im Supermarkt gekaufte Lebensmittel sind tendenziell ungefährlich
  • trotzdem Obst und Gemüse gründlich waschen
  • empfindliche Lebensmittel stets gut gekühlt aufbewahren
  • Kontakt mit rohen Tierprodukten vermeiden und Fleisch immer auf mindestens 70 Grad erhitzen
  1. Geschirr und bestimmte Wäsche heiß waschen
  • benutzte Putzlappen, Waschlappen, Bettwäsche und Unterwäsche bei mindestens 60 Grad waschen
  • Ess- und Küchenutensilien mit warmem Wasser und Spülmittel oder in der Spülmaschine bei 60 Grad waschen
  1. Regelmäßig Lüften und frische Luft
  • geschlossene Räume mehrmals täglich für einige Minuten lüften
  • soweit möglich, ein Spaziergang durch Feld, Wiesen oder Wald
  1. Im Krankheitsfall auch in der Familie Abstand halten
  • Risikopatienten müssen streng getrennt werden
  • in separaten Raum aufhalten, wenn möglich eine getrennte Toilette benutzen

Quelle: https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/15-Tipps-die-Corona-Risikogruppen-unbedingt-beachten-muessen;art735,10424120


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