Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Pressemitteilung Würzburg/München, 3. Dezember 2018

Anti-Pestizid-Tag: „Naturschutz endlich ernst nehmen“

Grünen-MdL Sengl und Friedl kritisieren den Umgang mit Ackergiften

Heute ist der Internationale Anti-Pestizid-Tag. Dieser spricht ein Thema an, welches dringend mehr Beachtung und vor allem aktives Handeln erfordere, so die Grünen-MdL Sengl und Friedl. Die Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung Gisela Sengl der Grünen malt ein düsteres Bild vom Umgang mit den Ackergiften: "Der Verbrauch von Pestiziden steigt von Tag zu Tag an, weltweit und auch hier vor Ort.“ Besonders alarmierend seien in diesem Zusammenhang die Statistiken der Bundesanstalt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft. „Das muss aber nicht so sein. Pestizidfreie Landwirtschaft ist möglich, ebenso wie ökologischer Anbau, das zeigt die ökologische Landwirtschaft seit Jahren erfolgreich", so Sengl weiter. Patrick Friedl, seit Kurzem als direkt gewählter Abgeordneter im Bayerischen Landtag aus Würzburg und Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der Grünen-Landtagsfraktion, sieht akuten Handlungsbedarf: „Auf den Feldern in Bayern werden Pestizide nach wie vor in zu großen Mengen eingesetzt, dabei müssen wir dringend Ackergifte reduzieren.“ Die Grünen sehen es als maßgeblich an, dass in der Bevölkerung und auch bei den Landwirten ein Bewusstsein geschaffen und gestärkt wird für die Gefahren der Pestizide, die auf unseren Feldern versprüht werden. „Wir fordern ganz klar ein Landesprogramm zur Reduktion des Pestizideinsatzes und ein schnelles Verbot der besonders problematischen Ackergifte“, erklärt Friedl den Ansatz seiner Partei. „Die ökologische Landwirtschaft zeigt, dass es ohne den Einsatz von Chemie möglich ist, gute und gesunde Lebensmittel zu produzieren. Wir sollten uns verstärkt darauf konzentrieren, diese Art der Landwirtschaft zu fördern und den Anreiz für Landwirte erhöhen, in den ökologischen Anbau einzusteigen“, so Sengl. Ackergifte seien ebenfalls wesentlicher Teil des Problems, welches auf der gerade beendeten Weltnaturschutzkonferenz in Ägypten debattiert und in dramatischen Worten zusammengefasst wurde: unser Planet befindet sich in einem desaströsen Zustand. Doch während bei Wirtschafts- und auch Klimagipfeln prominente Politiker*innen teilnehmen, die Weltmedien live berichten und man sich meistens zumindest auf gemeinsame Erklärungen einige, habe der 14. Weltnaturschutzgipfel fast ohne Öffentlichkeit stattgefunden. Patrick Friedl: „Naturschutz muss endlich einen hohen Stellenwert erhalten und ernst genommen werden.“

GRÜNE BAYERN

10. Dezember 2019

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