Patrick Friedl

Mitglied des Bayerischen Landtags

Pressemitteilung

München/Würzburg, den 1. Juli 2019

KI-Forschung: Ernsthafte und solide Finanzierung dringend notwendig

Grünen-MdL Patrick Friedl: Uni und HAW Würzburg müssen unterstützt werden

Im Dezember 2018 und mit Kabinettsbeschluss vom April 2019 hat die CSU-Regierung großspurig ein „Kompetenznetzwerk Bayern im Bereich Künstliche Intelligenz (KI)“ verkündet. Erst sollten es „rund 300 Millionen Euro für Künstliche Maschinelle Intelligenz“ sein, dann nur noch „rund 130 Millionen Euro für das Kompetenznetzwerk“ und „150 Millionen Euro für außeruniversitäre KI-Forschung“. Im Doppelhaushalt 2019/2020 sind hiervon nur 52,5 Millionen Euro für die außeruniversitäre Forschung angekommen. Für die nur sechs im Kabinettsbeschluss genannten „neuen Professuren“ an den drei Universitäten TU München, LMU München und JMU Würzburg und benannten neun Stellen an drei Fachhochschulen sind keine Stellenmehrungen in den Stellenplänen zu finden. Patrick Friedl: „Das ist nicht mal ein Aufbrüchlein im Bereich Künstliche Intelligenz. So wird Bayern weiter abgehängt auf den Zukunftsfeldern der Forschung.“

Das hat die Landtagsfraktion der CSU offenbar selbst so gesehen, da sie heute mit einem Dringlichkeitsantrag beim Bund um zusätzliche Mittel nachsucht, um doch noch einen wirklichen Aufbruch hin zu bekommen. Wörtlich heißt es in der Begründung zum Dringlichkeitsantrag der CSU-Landtagsfraktion: „Im November 2018 hatte die Bundesregierung ihre KI-Strategie vorgelegt und angekündigt, bis 2025 Fördermittel in Höhe von insgesamt 3 Mrd. Euro bereitzustellen. Im Bundeshaushalt sind aber bislang nur 500 Mio. Euro eingestellt und die Angelegenheit scheint auf der Stelle zu treten. Andere Volkswirtschaften wie China und die USA forcieren dagegen ihre KI-Forschungen mit Milliardensummen. Hier ist keine Zeit zu verlieren.“

Patrick Friedl: „Die CSU-Regierung hat ihre Hausaufgaben auf dem Feld der KI-Forschung in Bayern nicht gemacht. Große Ankündigungen machen, nicht liefern, aber dann mit dem Finger auf den Bund zeigen, in dem die CSU mitregiert. So kann es nicht gehen.“

Patrick Friedl fordert endlich eine ernsthafte und solide Finanzierung der KI-Forschung, spätestens im Nachtragshaushalt: „Nur dann hat die bayerische universitäre Forschung eine Chance im internationalen Forschungskonzert mitzuspielen. Für Würzburg heißt das: Wenn der Aufbruch in die KI-Forschung gelingen soll, müssen wir den Aufbau der Kompetenznetzwerke an der Uni Würzburg (Center for Artificial Intelligence in Research and Applications – CAIRA) und der HAW Würzburg (Kompetenzzentrum für Artificial Intelligence und Robotik -KAIRO) von Beginn an auskömmlich finanzieren.“

 

 

Auch die MAINPOST hat das Thema wiederholt in ihrer Online - Ausgabe aufgegriffen:

Hier finden Sie die entsprechenden Links zur Homepage der Zeitung:

KI: Bayern droht den Aschluß zu verlieren

KI in Würzburg: Wo bleibt das Zentrum?

Kommentar: KI braucht echtes Geld

 

 

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