Patrick Friedl

Stadtrat in Würzburg

Presse

Unterfränkische GRÜNE: Mit Mischung aus Erfahrenen und Jungen in die Landtagswahl

Am 3. Februar haben die GRÜNEN in Schweinfurt die Reihenfolge ihrer Kandidat*innen auf der Unterfranken-Liste für die Landtagswahl in geheimer Wahl bestimmt. Geleitet wurde die Versammlung vom Landesvorsitzenden Eike Hallitzky. Er stimmte die Kandidat*innen und Delegierten bereits auf den Wahlkampf ein: „Die Zeiten absoluter Mehrheiten sind auch in Bayern vorbei. Wir Grüne wollen nach der Landtagswahl Bayern mit gestalten mit einer Politik, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhält, statt sie zu zerstören, und die unser soziales Miteinander stärkt, statt es zu spalten.“

Angeführt wird die Liste von Kerstin Celina. Sie ist bereits als Abgeordnete im Bayerischen Landtag und dort für Sozial-, Jugend- und Arbeitsmarkt zuständig. Der langjährige Würzburger Stadtrat und Bezirksvorsitzende der GRÜNEN Patrick Friedl wurde auf Platz 2 der Liste gewählt. Celina und Friedl haben somit sehr gute Chancen im Herbst gemeinsam in den Landtag einzuziehen.

Für die Landtagsabgeordnete Celina steht die sozialpolitische Wende im Vordergrund. „Alleinerziehende und ihre Kinder sind überdurchschnittlich häufig arm und haben schlechte Perspektiven, aus dem Kreis von hohen Ausgaben und geringen Einnahmen herauszukommen. Sie schultern die ganze Last für ihre Familie alleine, die Paare auf zwei Schultern verteilen können“, so Celina in ihrer Bewerbungsrede. Steigende Mieten und Wohnungsnot träfen Alleinerziehende aber auch kinderreiche Familien besonders hart, so Celina, und mahnt hier mehr sozialen Wohnungsbau und Unterstützung durch den Bayerischen Staat an.

Kerstin Celina (Stimmkreiskandidatin Würzburg Land):„ Wir brauchen mehr Unterstützung für Frauenhäuser und Beratungsangebote. Frauen, die mit ihren Kindern vor ihren Männern fliehen müssen, haben große Probleme, neu anzufangen.“

Kerstin Celina wurde ohne Gegenkandidatin von der Versammlung mit gut 90 Prozent auf Platz 1 der Grünen Liste gewählt.

Patrick Friedl ist bekannt durch sein unterfrankenweites Engagement für Klimaschutz. „Beim Klimaschutz brauchen wir Radikalität. Die Klimakrise ist die größte Bedrohung unseres Planeten“, zitierte Friedl die frisch gewählte Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock. Der 47jährige Ehe-, Familien- und Lebensberater wies in seiner Rede auf die vielen Klimaschutz-Projekte hin: Stromspeicher und Power-To-Gas-Anlagen wie in Haßfurt, Nahwärmenetze wie in Miltenberg, Photovoltaik- und Windkraftanlagen überall in Unterfranken. Damit es beim Ausbau der Windkraft weitergehen könne, forderte Friedl: „Das 10 H-Gesetz muss wieder weg.“ Und bei 5,5 Milliarden Rücklagen im Bayerischen Haushalt sei genug Geld vorhanden, um gute Förderprogramme für mehr Klimaschutz zu machen, so Patrick Friedl (Stimmkreiskandidat Würzburg Stadt).

Der Nationalpark Steigerwald liegt Friedl, Mitarbeiter von MdB Dieter Janecek, besonders am Herzen: „Es gibt längst eine Mehrheit für den Nationalpark Steigerwald und wir werden den Nationalpark ganz oben auf die Naturschutz-Agenda im Landtag setzen.“ Auch die Mobilitätswende ist Friedl wichtig: „Das Ziel heißt Null-Emission - keine Klimagase mehr in die Luft blasen.“ Dafür müssten Elektrobusse stärker gefördert, Radwegenetze ausgebaut, Takte im Nahverkehr verdichtet, neue Straßenbahnen gebaut, Bahnstrecken elektrifiziert (z. B. von Miltenberg nach Aschaffenburg) und Bahnstrecken reaktiviert werden (z.B. die Steigerwaldbahn über Gerolzhofen und die Bachgaubahn nach Großostheim). „Die Bahn muss auch in der Fläche Zukunft haben“, so Friedl.

Bei einem Gegenkandidaten wurde Patrick Friedl mit 74,5 Prozent auf Platz 2 gewählt.

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von links: Christa Götsch, Kerstin Celina, Patrick Friedl, Karen Heußner und Gerhard Müller (Foto: Josef Schmid)

Patrick Friedl ist zum dritten Mal der Direktkandidat der Würzburger Grünen bei der Landtagswahl im kommenden Herbst - und dieses Mal darf er sich auch berechtigte Hoffnungen machen, ins Maximilianeum einzuziehen. Der 47-Jährige blieb bei der Aufstellungsversammlung für den Stimmkreis Würzburg-Stadt ohne Gegenkandidat und wurde einstimmig nominiert. [...]

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