Patrick Friedl

Grüner Stadtrat Würzburg

WÜRZBURG Am Samstag, 11. Februar, werden aktive Klimaschützer gemeinsam mit interessierten Bürgern daran arbeiten, die Stadt klimafreundlicher zu machen.

Denn die verschiedenen Organisationen, die den Kongress unterstützen, eint ein Ziel. „Wir tragen Verantwortung für das Klima. Dieser müssen wir mit lokalen Maßnahmen gerecht werden“, formuliert es Organisator und Grünen-Stadtrat Patrick Friedl im Vorfeld der Veranstaltung.

Sie sind bei der ersten Würzburger Klimaschutzkonferenz dabei: Hans-Peter Ebert (ZAE), Lore Koerber-Becker (SPD), Patrick Friedl (Grüne), Stephen Wehner (Berwaldprojekt) und Gerhard Brand (Würzburger Akademie 4.0). Foto: ANNE RANGE
Es geht um das Weltklima aber auch darum, unsere Stadt so zu gestalten, dass wir auch künftig in ihr Leben können“, betont SPD-Stadtrats-Kollegin Lore Koerber-Becker. Denn die Stadt würde aufgrund ihrer Kessellage besonders unter der erwartenden Zunahme an Hitzetagen leiden.

Es geht um unsere Kinder

„Eigentlich tun wir das ja für unsere Kinder“, machte Hans-Peter Ebert vom Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) deutlich. Das ZAE Bayern erforscht die Anwendung von regenerativen Energien und unterstützt den Kongress durch wissenschaftliche und fachliche Begleitung.

Die internationale Vereinbarungen auf verbindliche Klimaschutzziele ist die eine Sache. Die andere ist die Umsetzung in Grundsatzbeschlüssen auf lokaler Ebene. Und die nächste sind die konkreten Maßnahmen. Um diese geht es beim ersten Würzburger Klimaschutzkongress.

Bürger sind eingeladen sich zu enagieren

„Die Bürger sind eingeladen sich einzubringen,“ erklärt Stephen Wehner, Geschäftsführer vom Bergwaldprojekt, die Idee in sechs Workshops lokale Themen zu behandeln. Diese sind: Verkehrsentwicklung, Photovoltaik und Solarthermie, Bauen und Sanieren, Strategien für Würzburgs Innenstadt, Anbindung des Stadtteils Hubland und die Kultur des Maßhaltens. Zusätzlich gibt es Vorträge zur aktuellen Situation des Klimas sowie der Umsetzungschancen von Energiewende und Klimaschutz.

„Es geht um den Austausch von Informationen aber auch um das Entwickeln neuer Ideen für konkrete Maßnahmen“, sagt Friedl. Der Stadtrat freut sich besonders, über die Unterstützung durch die Stadtverwaltung und durch Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der ein Grußwort halten wird.

Strittig: Begrünung Kardinal-Faulhapber-Platz

Auch wenn mit Grüne, SPD, ÖDP und ZfW nur vier von sieben Fraktionen des Stadtrats hinter dem ersten Klimaschutzkongress stehen, hinter dem Klimaschutz stehen alle: Das Klimaschutzkonzept für Würzburg hat der Stadtrat bereits 2012 einstimmig beschlossen. „Uns ist jeder willkommen“, betont Friedl Offenheit. Zumindest über einen Punkt wird beim Kongresses sicherlich kontrovers diskutiert werden: Die Gestalung des Kardinal-Faulhaber-Platzes.

Die SPD steht im Gegensatz zu Grünen-und ÖDP-Fraktion sowie Bürgerinitiative „Grüner Platz am Theater“ und dem Bund Naturschutz für eine maßvolle Bebauung. Dass man trotzdem gemeinsam für vernünftige Klimapolitik kämpft, ist für SPD-Stadträtin Koerber-Becker selbstverständlich. Man müsse ja nicht in jedem Wegabschnitt einer Meinung sein, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Und: „Wir müssen solche Punkte diskutieren und kompromissfähig sein, um voran zu kommen.“

Klimaschutzkongress

Am Samstag, 11. Februar, findet im ZAE Bayern am Hubland (Magdalene-Schoch-Straße 3) der erste Klimaschutzkongress statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist erforderlich: Im Internet unter www.klima-allianz-wuerzburg.de oder beim Bergwaldprojekt unter Tel. 0931/4526261. Unterstützt wird die Veranstaltung von: Aktionsbündnis „Grüner Platz am Theater“, Bergwaldprojekt, Grüne, Bund Naturschutz, DGB, Eltern gegen Atomkraft, Förderkreis Umweltschutz Unterfranken, IGU Rimpar, ÖDP, Ökopax, SPD, VCD, Würzburger Akademie 4.0 und ZfW.